Herzschwäche

Shownotes

Das Herz ist der Motor unseres Körpers. Bis zu sechs Liter Blut pumpt es pro Minute durch ihn hindurch und versorgt so unsere Organe mit lebensnotwendigem Sauerstoff. Doch was passiert, wenn dieser Motor plötzlich ins Stocken gerät und an Kraft verliert?

In der aktuellen Folge unserer Podcast-Serie ist Prof. Dr. Volker Schächinger, Direktor der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Intensivmedizin am Herz-Thorax-Zentrum des Klinikums Fulda, zu Gast. Er spricht im Interview über das Krankheitsbild der Herzinsuffizienz und erklärt, was diese Erkrankung für Betroffene bedeuten kann, wie sie behandelt wird und wie man ihr möglicherweise vorbeugen kann. Weitere Informationen finden Sie unter: https://klinikum-fulda.de/medizinische-zentren/herz-thorax-zentrum/medizinische-klinik-i-kardiologie-angiologie-intensivmedizin/schwerpunkte/herzinsuffizienz/

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00:00:00: Das Herz ist der Motor des menschlichen Körpers.

00:00:03: Es pumpt unaufhörlich das Blut durch unseren Blutkreislauf und versorgt so unsere Organe mit lebensnotwendigem Sauerstoff!

00:00:09: Doch was, wenn dieser Motor plötzlich ins Stocken gerät?

00:00:12: An Kraft einbüsst – Und wie können wir dem

00:00:15: vorbeugen?!

00:00:16: In dieser Podcastfolge begrüßen wir Prof.

00:00:18: Dr.

00:00:19: Volker Schechenger, Direktor der Klinik für Kardiologie, Angiologie & Intensivmedizin am Herztoraxzentrum des Klinicums Fulda Und wir sprechen mit ihm über das Thema Herzinsuffizienz.

00:00:30: Herzlich willkommen, Herr Prof.

00:00:31: Dr.

00:00:31: Schechinger!

00:00:32: Ja vielen Dank für die Einladung.

00:00:33: Schön dass Sie heute da sind.

00:00:35: Für Lein erklärt was genau ist denn überhaupt eine Herz insuffiziens?

00:00:41: Wie Sie es schon in der Anmoderation gesagt haben, pumpt das Herz unaufhörlich Blut in den Körper.

00:00:47: Das Blut wird gebraucht weil es die Organe mit Zauberstoff versorgt.

00:00:51: Wenn man sich körperlich belastet braucht man offensichtlich mehr Blut.

00:00:54: also muss das Herz schneller pumpen Und eine Herzschwäche, medizinisch-Herzensinzenz ist dadurch geprägt dass der Körper nicht ausreichend Blut pumpen kann für den Bedarf.

00:01:06: Das heißt wenn ich mich körperlich belaste schaffe das Herz es nicht diesen zusätzlichen Blut in den Körper zu pumpen.

00:01:14: Das kann im extremen Fall so sein dass es nicht mal ausreichende Blut durch den Körper in Ruhe zu pumpe.

00:01:21: dann hat man Beschwerden schon in Ruwe und die Beschwerden der Herzschwäche sind in der Regel Luftnut.

00:01:28: Wie häufig kommt so was vor, dass das Herz nicht so arbeitet wie es arbeiten müsste?

00:01:32: Das ist sehr, sehr häufig weil es sozusagen ja die Folge vieler verschiedener Herzerkrankungen bemühten darin, dass sein Herz eben zu schwach ist.

00:01:41: In Deutschland werden ungefähr für hunderttausend Einwohnern fünfhundert Patienten pro Jahr im Krankenhaus aufgenommen.

00:01:50: damit ist es mit die häufigste Ursache für Krankenhausbehandlung.

00:01:53: Inwiefern hat sich das vielleicht mit der Zeit verändert?

00:01:55: Also haben wir heute mehr Herzinsuffizienzen als vielleicht

00:01:58: früher.

00:01:59: Ja, es nimmt insgesamt zu obwohl eigentlich die Behandlungsmöglichkeiten des Herzens wesentlich besser geworden sind.

00:02:07: Herzinfarkte werden früher behandelt, werden früher erkannt.

00:02:10: aber dass ist auf der anderen Seite auch wieder mit dem Grund für die Zunahme der Herzschwäche.

00:02:16: weil dadurch das Patienten Herzinfakt überleben kann es dann eben in der Folge zu einer Herzschweche kommen.

00:02:22: wenn mehrere Herzinfarkte dann vielleicht aufeinander kommen, dann wird das Herzbitterzeit schwächer.

00:02:28: Sodass auch durch dieses Alter werden der Bevölkerung insgesamt die Herzschwäche in der Häufigkeit zugenommen

00:02:34: hat.".

00:02:34: Ist es eine typische Alterserkrankung?

00:02:36: Kann man das sagen?

00:02:37: Ja kann man schon sagen.

00:02:38: also es beginnt statistisch bei über sixty-fünfjährigen Menschen ist die Herzschwäche häufiger und je älter man wird desto häufiger wird es weil natürlich dann auch mehr Herzerkrankungen auftreten.

00:02:50: Wen trifft so eine Herzinsuffizienz?

00:02:52: Was sind Risikofaktoren, wer ist da vielleicht besonders in Gefahr.

00:02:56: Ich habe ja den Herzenfaktion genannt.

00:02:58: hoher Blutdruck, Diabeteserkrankungen das sind alles Risikophaktoren und da kann man auch ansetzen.

00:03:04: im Prinzip wenn man einer Herzschwäche vorbeugen möchte dann muss man frühzeitig die Risikovaktoren behandeln für die Erkrankung die zur Herzschweche führen.

00:03:15: Das ist der Blut druck Das ist einfach.

00:03:18: Man misst den Blutdruck, geht beim Hausarzt und bekommt Medikamente gegen den Bluttuch die man dann aber auch konsequent einnehmen muss und das auch kontrollieren muss.

00:03:27: Die zweiten große Risikofaktor sind die Blutfette weil die Blutsfette führen zur Verkalkung der Herzkranzgefäße zum Herzinfarkt zu Unterrichtblutungen des Herzens und all das macht eine Herzschwäche.

00:03:38: da sollte man schon relativ früh mit anfangen also schon im Jugendlichen Alter mal die Bluthette messen.

00:03:45: Wenn ich jetzt ein sehr hohes Cholestrin habe, wir gucken ja vor allem auch auf das schlechte Cholesterin, das LDL-Cholesterine.

00:03:52: Wenn das erhöht ist... Wir sagen, wenn man sonst gesund ist sollte es nicht über hundertsechzehn Milligramm-Polysider sein.

00:04:00: Wenn es höher ist, sollte man frühzeitig beginnen das zu behandeln.

00:04:05: Davon hat man zunächst keine Besserung weil man noch nichts hat aber macht sozusagen eine Prävention, eine Vorsorge dass man in zwanzig dreißig Jahre später eben keinen Herzinfarkt kriegt und dann auch keine Herzschwäche.

00:04:17: Dann der vierte Faktor ist der Diabetes mellitus, der sehr gefährlich ist für die Gefäße.

00:04:22: Auch das muss gut behandelt werden und natürlich kann man mit dem Lebensstil viel Positives machen nicht zu rauchen.

00:04:31: aber auch körperliche Bewegung ist sehr nützlich.

00:04:34: Man kann Herzinfakten-Herzerkrankungen vorbeugen durch körperliche Aktivität.

00:04:39: Man sagt so unterdfünfzig Minuten pro Woche, das ist nicht wenig aber das ist so das Optimum um Herzerkrankungen vorzubeugen.

00:04:49: Lohnt sich dann ja auch auf lange Sicht?

00:04:51: Definitiv!

00:04:53: Es verlängert einfach das Leben und es eine gute Investition.

00:04:57: Wenn ich jetzt den Verdacht habe mit meinem Herzen stimmt möglicherweise etwas nicht.

00:05:02: Wie diagnostiziert man denn die Herzinsuffizienz?

00:05:05: wie kann ich dem Ganzen auf die Spur gehen?

00:05:07: also Die Frage ist schon mal, woran merke ich das?

00:05:09: Das was nicht stimmt.

00:05:09: Das ist wie schon eingangs gesagt an der Luftnot vor allem wenn sie bei Belastung auftritt.

00:05:16: da gibt es natürlich verschiedene Möglichkeiten wenn man Luftnot hat.

00:05:19: das kann an der Lunge liegen Es kann eben aber auch am Herzen liegen.

00:05:22: Der einfachste Test der auch niederschwellig verfügbar ist Auch beim Hausarzt Ist ein Labor-Test der die Herzschwäche nachweist Ein sogenannte Herzschwechemarker.

00:05:33: Der heißt bisschen kompliziert NT Pro BNP.

00:05:36: Das muss man sich nicht merken, das weiß aber der Hausarzt und diesen Wert kann man bestimmen.

00:05:40: Und wenn dieser Wert erhöht ist, ist das schon mal ein erstes Anzeichen dass mit dem Herzen was nicht stimmt eine Herzschwäche vorliegt.

00:05:47: Das ist sozusagen der niederschwelligste Test.

00:05:51: Der nächste Schritt ist dann genauer nachzuschauen.

00:05:54: Was ist denn mit dem herzen?

00:05:56: Nicht in Ordnung!

00:05:58: Dazu kann man eine Echokardiografie machen Ein Ultraschall des Herzens.

00:06:03: Das macht in der Regel der Kardiologe.

00:06:05: dann würde der Hausarzt einem weiterweisen zum Facharzt, zum Katilogen, der so eine Echokardiografie macht.

00:06:13: Und dann gibt es unterschiedliche Formen wahrscheinlich auch der Herzinsuffizienz?

00:06:17: Genau!

00:06:17: Bei der Echokratie schaut man dann wie gut pumpt das Herz.

00:06:22: Normalerweise wird ungefähr fünfzig-sechzig Prozent des Blutes was in der Herzkammer ist mit einem Schlag ausgeworfen.

00:06:31: Das nennt sich sogar der Auswurffraktion die eben, wenn man den Wert mal gehört hat so bei fünfzig bis sechzehnt Prozent liegt.

00:06:39: Die kann eingeschränkt sein aufgrund verschiedener Erkrankungen des Herzens Herzinfarktes eins hoher Blutdruck.

00:06:46: andere Dinge können da auch dazu führen.

00:06:50: zum Beispiel wenn es hochgradig eingeschreckt sind beträgt dieser wird nur noch dreißig Prozent.

00:06:54: das ist dann eine sogenannte Herzensens mit eingeschränkter Herzleistung.

00:06:59: die hat noch einen Kürzel HFR EF aber dass ist ein bisschen Mediziner Deutsch.

00:07:06: Jetzt kann es aber auch sein, dass man eine Herzschwäche hat, aber diese formale Auswurfleistung – das Herzens wie man so Echokatographie misst – normal ist.

00:07:18: Das klingt paradox!

00:07:20: Das kann man sich so erklären zum Beispiel bei Erkrankungen die dazu führen, dass der Herzmuskel zu dick wird?

00:07:26: Dann ist zwar formal die Auswurfleitung bezogen auf auf die Größe der Herzkammer normal.

00:07:35: Aber da die Herzkamma verkleinert ist, aufgrund der Verdickung des Herzwandt, ist de facto die absolute Menge von Blut, die ausgeworfen werden kann auch reduziert.

00:07:45: Das ist ein bisschen jetzt kompliziert.

00:07:47: aber man sagt dann sozusagen das eine Herzschwäche mit erhaltener, normaler Herzleistungen.

00:07:53: Das muss der Kardiologe dann differenzieren und dann eben feststellen es liegt eine Herzschwäche vor untertypen.

00:08:02: Wenn sie nun soweit ist und ich habe die Diagnose, ich habe eine Herzinsuffizienz welcher Art auch immer Sie haben mir schon ein paar Tipps gegeben.

00:08:09: was kann ich tun um dem ganzen vorzubeugen?

00:08:11: Was bedeutet gesunder Lebensstil?

00:08:12: wie viel Sport mache ich vielleicht in der Woche?

00:08:15: Was kann ich denn dann noch machen?

00:08:16: das klingt erst mal nach einem nach einem kleinen Einbruch auch

00:08:20: Das Gefühl

00:08:21: Ich kann da vielleicht gar nicht mehr viel machen.

00:08:23: Ja also es auf jeden Fall eine starke Einschränkung der Lebensqualität weil man halt Luftnot hat bei Belastung Wie gesagt, im Extremenfall in Ruhe.

00:08:33: Wenn das Herz es gar nicht schafft kann es auch zur sogenannten Dekompensation kommen.

00:08:38: Das heißt dass Herz schafft auch in Ruhen nicht genügend Blut in den Körper zu pumpen.

00:08:42: Man kriegt Luftnot in Ruwe Dass ein lebensbedrohlicher Zustand muss ins Krankenhaus und man muss dann akut Medikamente geben Und Maßnahmen ergreifen das Zu verbessern.

00:08:55: Das Ganze hat auch eine Auswirkung auf die Lebenserwartung.

00:09:01: bei einer Herzschwäche ist die Lebenserwaltung deutlich reduziert.

00:09:04: Man spricht davon, dass das eigentlich so gravierend ist wie bei einer Krebserkrankung.

00:09:10: Das haben viele nicht im Blick.

00:09:12: Wenn eine Krebserkrankung, da ist man schockiert, dann weiß man, es ist eine tödliche.

00:09:17: Erkrankungen Bei einer Herzchwäche klingt jetzt nicht so dramatisch, aber von den Zahlen vergleichbar dramatisch.

00:09:27: Da ist vielleicht die schlechte Nachricht.

00:09:30: Die gute Nachricht ist, wir haben inzwischen sehr viele Möglichkeiten das auch zu behandeln.

00:09:36: Die Beschwerden zu lindern die Leistungsfähigkeit zu steigern und damit auch die Lebenserwartung wieder zu verbessern.

00:09:45: Nennen Sie nochmal ein paar dieser Möglichkeiten bitte?

00:09:48: Ja an erster Linie sind da Medikamente.

00:09:52: Wir haben die ein bisschen scherzhaft genannt, die fantastischen Vier.

00:09:55: Weil das vier Medikamente sind, die alle die Beschwerden verbessern und auch die Lebenserwartung verbessern.

00:10:01: Das sind Medikamete, die greifen in den Hormonstoffwechsel ein.

00:10:07: Die medizinischen Namen werden jetzt den meisten Patienten nicht sagen da.

00:10:11: es heißt Angotizin-Neprilesin Rezeptorblocker, dass ist so ein bisschen lateinisch-deutsch.

00:10:17: Es gibt noch einen anderen als Dronantagonist der auch eingreift Vielleicht das dritte Medikament der Beta-Blocker.

00:10:24: Der wird geläufiger sein, der ist auch nützlich.

00:10:28: und dann hat man festgestellt dass ein Medikement was eigentlich ursprünglich zur Behandlung des Diabetes entwickelt worden ist.

00:10:36: Das heißt formal SKLT II Nebitor.

00:10:39: Patienten kennen es vielleicht unter dem Namen M-Pakliflozin oder Dapakliphlozin.

00:10:43: Das ist auch günstig verbessert Symptome und verlängert das Leben.

00:10:47: Vielleicht kann man an dieser Stelle nochmal erwähnen diese Behandlungen Von der eingeschränkten Herzauswurfleistung, der Herzschwäche.

00:10:55: mit Eingeschränkterherzleistungs hat man etwas größeres Anamentarium mehr Werkzeuge, Medikamenteusewerkzeuge zur Behandlung als jetzt bei der erhaltenen Herzleistung.

00:11:07: Allerdings hier zum Beispiel dieser S-Gelte II.

00:11:09: Hämmer ist da auch sehr günstig.

00:11:12: Das ist von der Medikamentusenseite.

00:11:16: Wir haben aber noch mehr Möglichkeiten.

00:11:19: Einmal gilt es natürlich darum zu erkennen, was ist denn die Ursache der Herzleistungsstörung?

00:11:26: Das kann die coronare Herzkrankheit sein.

00:11:28: Herzinfarkt, da kann man natürlich mit Katheter oder Beipass-Operationen die Gefäße wieder besser durch Blutung bringen – mit Stens und Beipassen.

00:11:37: Vielleicht ist ein viel zu schneller Herzschlag bei Vorhofflimmern ursächlich.

00:11:40: Dann kann man das Vorhoofflimmern behandeln mit Medikamenten, dass Bremsen wieder einen Rhythmus überführen oder auch mit einer Applation vermeiden, Flimmert, so gibt es eine ganze Reihe von oder einen Herzklappen zum Beispiel.

00:11:54: Eine Einigung der Ortenklappe kann Herzschweche machen, eine Undichtigkeit der Mitreiklappe.

00:11:59: auch da kann man mit Katheterverfahren Klappen ersetzen reparieren oder eben operieren.

00:12:05: also da haben wir die ganzen Möglichkeiten hängt dann eben davon ab was die Ursache ist und dies das wird dann sozusagen genau festgestellt.

00:12:14: Wenn man zum Beispiel ins Krankenhaus kommt mit einem Herzkarteter, mit MRT, Katiomerti und CT können wir dann differenziert sagen was ist denn die genaue Ursache oder welche verschiedene Ursachen führen zu der Herzschwäche?

00:12:28: Und welche Therapieangebrüte gibt es dafür.

00:12:31: Das Bild mit dem Motor ist wirklich gar nicht so falsch, oder?

00:12:35: Ja.

00:12:36: Tatsächlich in meinen Vorträgen für Patienten bringe ich immer das Bild des Motors weil es ganz viele Gemeinsamkeiten hat der Herzmuskel sozusagen und der Kolben die Klappen sind die Ventile den Zündkerze ist der Sinusknoten der den Takt vorgibt.

00:12:52: also es hat viel Endigkeit mit dem Motor.

00:12:54: Vielleicht bei einer Behandlungsmöglichkeit ist noch eine Sache wichtig wenn die Herzleistung stark eingeschränkt ist ist man gefährdet, dass das Herz Rhythmusstörung entwickelt die tödlich sind.

00:13:05: Und in diesen Fällen kann man diesem dann möglicherweise auftretenden plötzlich den Herztod entgegenwirken indem man einen Defibrillator einsetzt der dann Stromschlag abgibt wenn es zu dieser tödlichen Rhythmustierung kommen würde.

00:13:19: und da gibt es sogar noch ein bisschen kompliziertere Geräte die mehrere Kabel haben weil wenn das Herz schwach ist dann pumpt es nicht mehr synchron.

00:13:28: Also die linke und rechte Wand ziehen sich nicht gleichzeitig zusammen, sondern schaukeln.

00:13:33: Kannst du dir das gut vorstellen?

00:13:34: Wenn es schaukelt wird natürlich weniger ausgeworfen weil wenn die Rechte sich zusammensieht, die Linke ausweicht, wird nichts ausgeworfen und umgekehrt.

00:13:43: Und das kann man mit so einem erweiterten Defibrillator der mehrere Kabel hat und dann die linche und die rechte Herzwand gleichzeitig stimuliert dass sie wieder synchron sich zusammenzieht, deswegen heißt das auch Resynchronisation.

00:13:56: Also wieder ein gleichmäßiges Pumpen herstellen.

00:14:01: damit kann man die Herzleistung stärken und die Leistungsfähigkeit verbessern.

00:14:06: Kann ich denn wenn ich

00:14:07: weiß

00:14:08: jemand hat eine Herzinsuffizienz oder ich bemerke einen solchen Notfall wie kann ich dann da als unbeteiligter oder als angeführiger Starthilfe geben?

00:14:16: wenn wir mal bei diesem Bild bleiben wollen?

00:14:18: Na ja kommt darauf an in welchem Stadium das ist.

00:14:21: wenn ich jetzt merke Meine Mutter, Oma oder wer auch immer kommt schwer die Treppe hoch hat Luftnot.

00:14:28: Dann schick sie erst mal zum Hausarzt mit der Kaskade dann gebenfalls zum Kardiologen.

00:14:34: Wenn jetzt akute Beschwerden auftreten in Ruhe starke Luftnot Dann muss man durch ins Krankenhaus.

00:14:42: was auch noch ein Zeichen ist für eine Herzschwäche sind dicke Beine.

00:14:46: Es ist nicht spezifisch gibt auch andere Gründe Dickebeine zu haben.

00:14:49: aber wenn die Kombination luftnot und dicke beine dann spricht doch vieles für eine Herzschwäche, weil wenn das Herz es nicht schafft das Blut nach vorne weg zu pumpen staut sich das nach hinten zurück und das äußert sich denn dass es in die Beine sich ablagert.

00:15:05: Und dann bleiben ja noch die regelmäßigen Checks.

00:15:07: diese schon erwähnt haben, dass man auch einfach selbst Sorge dafür trägt, dass Man gut überwacht und gut versorgt ist.

00:15:13: Ab wieviel Jahren sollte ich denn damit anfangen?

00:15:16: Naja also die Blutfette oder am Blutdruck sollte man schon jüngeren Jahren, würde ich sagen ab ab dreizig schon mal schauen, ob ich grundsätzlich Risikofaktoren habe.

00:15:24: Dann jenseits der Sechzig steigt natürlich das Risiko für eine Herzschwäche.

00:15:29: dann sollte man sich indiziver schauen.

00:15:31: Wir Menschen mögen ja immer kleine Dinge die wir im Alltag tun können, kleine Schritte wo wir das Gefühl haben, wir haben das selbst im Griff.

00:15:38: Können Sie mir mal so eine Hand voll kleiner Tipps für den Alltag einfach geben.

00:15:42: Wie kann ich heute anfangen auf meine Herzgesundheit zu

00:15:45: achten?

00:15:47: Naja das erste ist mal die gesunde Ernährung Gewichtskontrolle.

00:15:51: Für das Herz sind die vor allem die Kohlenhydrate schädlich, die sich im Körper umbauen zu Blutfetten.

00:15:56: Also es sind nicht unbedingt die Nahrungsfette, die das Blut fett machen sondern die Kohlehydrate.

00:16:01: ich kann natürlich verzichten auf Noxen und Schadstoffe allen voran das Nikotin.

00:16:08: Alkohol ist auch nicht günstig.

00:16:10: da ist man auch strenger geworden als früher.

00:16:12: Früher haben wir gesagt zum Glas Rotwein ist für das Herz nicht schlecht.

00:16:14: Da ist mal wieder ein bisschen davon abgekommen.

00:16:16: also idealerweise Sollte man auf Alkohol auch verzichten, aber natürlich ist Nikotin der gravierendste Faktor.

00:16:24: und körperliche Bewegung.

00:16:27: Ich glaube als praktischen Tipp ungünstig ist so diese Neujahrsvorstellung.

00:16:34: ab ersten Januar bin ich Supersportler!

00:16:37: Ich glaube es ist besser wenn man macht sich kleine Ziele und sagt mal okay was macht bei dem überhaupt Spaß?

00:16:43: Wenn mir was nicht Spaß macht, brauche ich es mir auch nicht vornehmen.

00:16:45: Mache ich

00:16:45: auch dranbleibe?

00:16:46: Genau!

00:16:46: Also was könnte ich mir vorstellen?

00:16:48: Bin ich die Erder Schwimmer?

00:16:49: Bin der Läufer?

00:16:50: Was könnte mir das Spaß machen?

00:16:52: Vielleicht auch schauen... Manchmal ist es im sozialen Umfeld einfacher.

00:16:57: Suche ich mir eine Gruppe mit der Echtlaufe da macht's mir vielleicht Spaß.

00:17:00: alleine würde ich nichts machen.

00:17:02: also sozusagen gucken was ist realistisch was macht Spaß kleine Ziele setzen und wenn ich dann Erfolg habe mit den kleinen Zielen Dann kommt die Motivation, vielleicht den nächsten Schritt mehr zu machen.

00:17:14: Weil das Ziel ist natürlich erst mal für viele unerreichbar.

00:17:20: Dann würde ich sagen mache ich halt mal zwanzig Minuten pro Woche und starte einmal damit besser als gar nichts.

00:17:26: Und es ist auch Statistisch so in der Medizin.

00:17:29: Das bringt schonmal was und kann dann darüber ausbauen.

00:17:34: Steht ertroffen und höhlt den Stein, sagt

00:17:35: man ja.

00:17:36: Und das trifft auch in diesem Fall zu.

00:17:38: Welche Angebote macht denn das Klinikum Fulda vielleicht auch im Bezug auf Vorsorge?

00:17:42: Auf Versorgung von Betroffenen mit Herzinsuffizienz?

00:17:45: Ja gut wir sind ein Klinikum der Maximalversorgung Das heißt die erste Kontakt findet in der Regel außerhalb von uns statt.

00:17:53: Wir haben da aber einen Herzensnetzwerk gegründet In Osthessen gemeinsam Mit den Hausärzen Der GNO und der AMO und den niedergelassenen Kardilogen, wo wir eben diese schrittweise Versorgung, Screening beim Hausarzt weitere Abklärungen beim Kardilogen mit unterstützen.

00:18:12: Umgekehrt auch Patienten die wir im Krankenhaus mit Herzschwäche diagnostizieren wieder in die ambulante Versorgungs- zurück im Herzensnetzwerk zurückgeben.

00:18:20: Wir haben darüber hinaus einen MVZ Wo wir spezielle Fragestellungen der Herzschwäche behandeln, gibt es auch genitische Erkrankungen.

00:18:27: Es gibt Herzspeichererkrankung und seltene Erkrangungen die wir da auch mit abklären.

00:18:32: Wir haben natürlich in einer glücklichen Lage bei unserem Klinikum alle möglichen denkbaren Methoden zur Verfügung haben wie man Herzerkrankungen abklärt.

00:18:40: Das fängt bei differenzierten Methoden der Echokardiografie an.

00:18:45: Natürlich Herz-Katheter, Herzmuskelbiopsy dann das Cardio-MRT, dass ist eigentlich das SZL Diagnostikum bei Herzschwäche, weil man differenziert den Herzmuskel betrachten kann.

00:18:57: Was ist da im Herzmuskel los?

00:18:59: Ist das eine Speichererkrankung oder eine erbliche Erweiterung von Herzmuskeln?

00:19:05: Ist es eine Narbe nach Herzinfarkt?

00:19:08: Kann man alles mit dem KMT perfekt anschauen?

00:19:11: Dann haben wir auch eine Nuklearmedizin, die auch Speichererkrankungen diagnostiziert.

00:19:16: Rheumatologische Beteiligung des Herzmussels und Vielleicht ist noch ein bisschen mehr an der Basisversorgung das Cardio-CT als Diagnostikum für eine Korneherzkrankheit, nicht invasiv.

00:19:29: Das heißt bei Patienten, wo jetzt keine klare Indikation von Herzkarteter haben aber man schon denkt da könnten an Gefäßen was sein?

00:19:37: Da haben wir jetzt die Möglichkeit mit einem sehr hoch auflösenden Cardioct.

00:19:42: Wir haben dreieinhalbzwanzig Zeilen CT gefordert sind in vierundsechzig.

00:19:46: also da sind wir wirklich extrem gut ausgestattet.

00:19:49: Da können wir kleine Veränderungen an Herzkranzgefäßen schon sehen und schauen, ob da Risiko für einen Fortschreiten der Kornherzkrankheit in Richtung Herzenins besteht.

00:19:59: Und jedenfalls die Notwendigkeit besteht, da ein Herz kann wieder zu machen oder eine Aufdehnung oder Operation der Gefäße.

00:20:07: Klingt so als wenn die Patienten bei ihnen wirklich gut und umfangreich versorgt?

00:20:11: Ja das kann ich nur bestätigen vor allem auch Der Kombination der guten Zusammenarbeit in den niedergelassenen Ärzten, den Hausärzten und den Niederglasenkartilogen.

00:20:22: Ich glaube da sind wir hier im Osthessen Vorbildregion für Deutschland.

00:20:28: Das ist schon gut.

00:20:30: Sondern das was wir jetzt auch an Klinikum nicht machen können dass es gut abgedeckt ist im niederglassen Bereich und umgekehrt wenn... die niedergleichsenden Kollegen Probleme identifizieren, dass dann rasch zu uns weiterverlegt werden kann.

00:20:42: Das ist schon sehr gut und mit eingebunden haben wir auch die umliegenden Krankenhäuser im Herzesokrankhaus Lauterbach, die da auch in diesem Netzwerk mitarbeiten.

00:20:49: Gibt es denn bei all dem noch etwas was Sie sich persönlich von unseren Hörern unserer Gesellschaft unsere Politik vielleicht auch von den Kollegen wünschen würden jetzt wo sie die Gelegenheit haben?

00:21:00: Gute Frage!

00:21:02: Sie dürfen auch momentan darüber nachdenken wenn Sie möchten.

00:21:04: Naja, es gibt schon die Möglichkeit, die Herzschwäche noch besser zu betreuen.

00:21:09: Letztendlich brauchen die Patienten engmaschige Betreuung.

00:21:12: Wir haben das auch initiiert.

00:21:14: wir haben auch Mitarbeiter ausgebildet zu Herzen ins Nurses Hard-Feder-Nurses heißt es auf Englisch Die die Patienten beraten ihnen die Erkrankten erklären, die Medikamente erklären und ja Verhaltensmaß Gaben vorgeben.

00:21:32: Das Gleiche gibt es auch im Niederklassenbereich, unsere Niederklassenkollegen sind da auch sehr engagiert die das etabliert haben.

00:21:39: Es wird allerdings nicht bezahlt.

00:21:42: also was man bräuchte von der Politik ist hier nochmal eine formale Struktur dass man solche Beratungsangebote auch erstattet bekommt und dass man das flächendeckend den Patienten zur Verfügung stellen kann.

00:21:57: Vielleicht gibt es auch etwas, was Sie sich von den Patienten wünschen.

00:22:00: Gut die Patienten müssen natürlich sozusagen wenn sie ein Problem haben es indifizieren und damit dann auch zum Arzt gehen.

00:22:08: das ist halt häufig so oder manchmal so dass man denkt naja wird schon nichts sein geht uns selbst wahrscheinlich manchmal auch so.

00:22:16: Das liegt in der Natur der Sache.

00:22:17: Dass man erstmal denken wird nix sein.

00:22:19: also sagen das Bewusstsein Auch Wenn ich ein problem habe wirklich das abklären zu lassen.

00:22:26: Und das zweite Große Problem ist der Umgang mit Medikamenten.

00:22:31: Ich kann vielleicht eine Anekdote erzählen, ich habe einen Freund, der arbeitet an einer französischen Grenze.

00:22:37: Der erzählt mir immer ja wenn der Französischer Patient kommt dann sagt er lieber Herr Doktor vielen Dank dass sie mir die vielen guten Medikamente geben die mein Leben verlängert und meine Beschwerden verbessern.

00:22:46: Wenn der deutsche Patient zu ihm kommen dann sagt ihr lieber Herr Doctor ich bin eigentlich nicht so.

00:22:51: ein Medikamententyp geht es nicht auch ohne?

00:22:53: Und das ist eine Grundeinstellung Und mit dieser Grundeinstellung verbaut man sich selber ein bisschen die Chance.

00:23:00: Man verschlechtert seine Lebensqualität, man verschleichtert seine Prognose.

00:23:04: Ich würde manchmal ein bisschen positivere Einstellungen zu den guten Medikamenten, mit denen wir wirklich extrem viel erreichen können dass man das als Patient auch so wertschätzt und wahrnimmt um diesen Nutzen denn es hat auch wirklich mitzunehmen.

00:23:17: Also den Nutzen sehen das Gute, was da eigentlich vor uns liegt und die Chancen, die wir auch durch diese Medikamente und diese Behandlungsmöglichkeiten haben.

00:23:25: Genau!

00:23:25: Natürlich gibt es Nebenwirkungen in der Regel sind sie aber geringer als die Wirkung und es gibt Patienten, die aus Angst vor möglichen Nebenwürgungen verzichten, die auf den Nutzten gar nicht wissen ob sie überhaupt Nebenwirkungen bekommen oder nicht und die meisten bekommen eben keine Nebenwyrkungen sondern da ist wirklich der Nutzen unterm Strich einfach dramatisch hoch.

00:23:48: Ich glaube, das ist eine gute Message den wir heute noch mitnehmen.

00:23:51: zum Schluss Herr Prof.

00:23:52: Dr.

00:23:52: Schechinger herzlichen Dank für dieses gute Gespräch, für dieses lehrreiche Gespräch.

00:23:56: alles Gute für Sie!

00:23:57: Ja vielen Dank.

00:23:58: Alles Gute auch für sie.