„Letzte Hilfe“ – Was Angehörige wissen sollten und tun können
Shownotes
Einen geliebten Menschen in den letzten Monaten, Wochen oder gar Tagen seines Lebens zu begleiten, ist für viele Angehörigen sehr schwer. Ängste, Verzweiflung und Fragen treiben viele von ihnen um. Unterstützung bekommen sie in dieser schwierigen Zeit von der Palliativarbeit des Klinikums Fulda, deren Team nicht nur die Sterbenden selbst begleitet, sondern auch die Menschen an ihrer Seite.
Sylvia Ax, Leiterin des Palliativ-Dienstes am Klinikum Fulda, ist Gast der aktuellen Folge unserer Podcast-Serie. Sie erklärt im Gespräch, wie Angehörige sich auf den letzten Weg vorbereiten können, was sich hinter dem Konzept der „Letzten Hilfe“ verbirgt und welche Hilfsangebote es für die Menschen gibt, die diese leisten. Alle Termine und Informationen zum „Letzte Hilfe Kurs“ finden Sie unter: https://klinikum-fulda.de/medizin-pflege/palliativmedizin/der-letzte-hilfe-kurs/
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00:00:00: Na, zu jeder von uns hat in seinem Leben schon mindestens einen Erste-Hilfe-Kurs besucht.
00:00:05: Doch wie sieht's mit der letzten Hilfe aus?
00:00:08: Gemeint ist die Begleitung eines anderen Menschen in den letzten Monaten, Wochen und Tagen seines Lebens.
00:00:15: Paliativarbeit sollen nicht nur die Profis übernehmen – auch Angehörige und freiwillige können sterbenden Menschen zur Seite stehen und mit ihnen ein Stück ihres Weges gehen!
00:00:25: Wie wir Ihnen und auch uns selbst dabei helfen können, darüber spreche ich heute mit Sylvia Ax.
00:00:29: Sie ist Leiterin des Paliativdienstes im Klinikum Fulda.
00:00:32: Herzlich willkommen Frau Ax!
00:00:33: Ja, auch herzlichen Dank.
00:00:35: Wir alle kennen den Begriff der ersten Hilfe.
00:00:38: Ihr Team und sie leisten aber letzte Hilfe.
00:00:41: Was genau verbirgt sich dahinter?
00:00:44: Letzte Hilfe ist ein Begriff, den ein Herr Gerhard Bollig geprägt hat.
00:00:50: Der hat quasi der Erfinder der letzten Hilfe festgestellt in seiner Arbeit als Palliativmediziner das doch so viele Menschen nicht mehr Bescheid wissen wie es am letzten Lebensweg zu tun ist und er hat zusammen mit zwei anderen Mitstreiter die letzte Hilfe entwickelt.
00:01:08: Letzte Hilfe soll eine Handrechnung sein für Leinen um einfach das Kleine einmal eins der Sterbebekleidung kennen zu lernen und dann auch ein Verhandlungsfähig zu sein.
00:01:21: Das Sterben ist ja
00:01:22: so alt
00:01:23: wie der Mensch, also eigentlich etwas das unvermeidbar ist mit dem wir uns früher wahrscheinlich viel natürlicher auseinandergesetzt haben.
00:01:30: Wie hat sich das verändert über die Zeit?
00:01:33: Und wann kam da die Palliativarbeit hinzu?
00:01:36: Ja, das ist einfach in unserer Gesellschaft sich so entwickelt.
00:01:39: Wir sind nicht mehr den Großfamilien groß geworden wir sind alle alleine.
00:01:44: Wir versingeln mehr selbst in der Familie und es auch nicht mehr möglich die alten Menschen zu begleiten.
00:01:52: Man arbeitet auch die Frauen sollen zunehmend mitarbeiten, die ja ganz oft die Pflege in der Häuslichkeit übernehmen oder noch übernehmen.
00:02:00: Also tendenziell wird es für uns immer noch schwieriger werden Menschen am Lebensende zu Hause zu begleiten.
00:02:08: Palliativarbeit als Begriff klingt jetzt dann für die Menschen, die noch nie etwas damit zu tun hatten ich würde mal sagen eher düster.
00:02:17: Inwiefern ist sie das?
00:02:18: Oder ist sie dass auch nicht?
00:02:19: Palliativkehr heißt eigentlich sich umwandeln.
00:02:23: Wir kümmern uns um den Menschen ganzheitlich auch um seine Angehörige, um die gesamten Belange auf dem letzten Lebensweg.
00:02:32: Und das soll eigentlich gar nicht traurig sein sondern wir wollen eine gute Lebensqualität haben.
00:02:38: und das heißt auch man soll Sachen machen, die einem Freude machen am Lebensende.
00:02:42: Man sollen sich noch zusammensetzen mit Freunden und einen kleinen Aberholspritz trinken oder auch nochmal so eine letzte Reise machen mal auf die Wasserkuppe was einem gut tut, das soll der letzte Lebensweg sein.
00:02:57: und dazu will die Palliativmedizin einfach beistehen und Handreichungen geben dass es einfach möglich ist.
00:03:05: Ohne Schmerzen ohne Übelkeit erbrechen die oftmals am Lebensende kommen können aber nicht
00:03:12: müssen.".
00:03:14: Das ist interessant weil eigentlich
00:03:15: klingt
00:03:16: ja der Abschied von einem geliebten Menschen für immer oftmals sehr, sehr groß und ist es auch.
00:03:23: Also das ist oftmals mit Angst verbunden auf beiden Seiten wahrscheinlich auch für die Angehörigen wie auch den Menschen der gehen muss.
00:03:31: Manchmal wiederum stellt das dann aber auch eine Art Erlösung dar.
00:03:35: Wieso ist das so?
00:03:36: Warum dürfen wir Angst haben müssen aber keine Angst
00:03:39: haben.
00:03:41: Na ja, die Angst ist eigentlich dahin begründet weil wir gar nicht wissen was passiert mit uns auf der anderen Seite des Lebens.
00:03:49: Es ist noch keiner zurückgekommen, hat es uns erzählt was da ist.
00:03:52: Das macht uns einfach Angst und deswegen ist es gut wenn wir wissen wie wir auf dem letzten Lebensweg gut begleiten können dass wir halt eben keine Schmerzen haben weil das berichten uns viele Patienten und auch Angehörige die einfach Sorge haben schmerzen zu erleiden und das möchte keiner oder dass es ein langer Weg ist der mühevoll ist und wenn wir da gut unterstützen können mit ganz vielen Kleinigkeiten, dass es das was den Menschen am Lebensende einfach wichtig ist.
00:04:25: Und auch den Angehörigen, der den Menschen begleitet auf seiner letzten Reise.
00:04:30: Nun weiß ich nicht immer vorher wann mich so ein Verlust treffen wird.
00:04:34: aber wie kann ich mich denn generell auf den Verluste eines geliebten Menschen vorbereiten?
00:04:38: Wie kann ich vielleicht auch ihn darauf vorbereiten oder mich darauf vorbereite denjenigen zu begleiten?
00:04:43: Ja, deswegen gibt es ja dieses Angebot der letzten Hilfe.
00:04:48: Das sind Angebote die wir hier im Klinikum Fulda anbieten.
00:04:51: das sind vier Module.
00:04:53: da geht es halt um was ist sterben?
00:04:56: wie kann ich Leiden lindern?
00:04:58: Was ist wichtig?
00:04:59: Was brauche ich Patientenverfügung vorsorgevoll macht?
00:05:03: und was passiert mit meiner Trauer wo wir auch zusammen in einem Austausch kommen wo Fragen beantworten werden, um einfach sicher sein.
00:05:11: Denn einfach wissen macht einfach mutig dann am Lebensende jemanden begleiten zu können.
00:05:17: dadurch dass wir alle auch aus der Praxis kommen die das vermitteln ist es auch immer ein guter Austausch und auch praktische Tipps zu geben und das wird immer sehr gerne angenommen.
00:05:29: Das klingt nach einem sehr hilfreichen Kurs.
00:05:31: Ein Geburt für wen konkret?
00:05:33: Ist dieser letzte Hilfekurs den sie anbieten denn geeignet?
00:05:37: Ja, eigentlich für uns alle.
00:05:39: Alle die wir die erste Hilfe haben sollten auch an der letzten Hilfe Kurse teilnehmen Denn wir kommen alle irgendwann mal in die Situation, jemanden am Lebensende zu begleiten.
00:05:53: Sei es ein guter, nahe Angehöriger, ein Freund, ein Nachbar oder einen Arbeitskollege und dann wollen wir ja gerüstet sein wie wir in der ersten Hilfe gerüstete sein wollen so sollten wir auch an der letzten Hilfe geröstet sein.
00:06:08: Wir hatten gerade vor Kurzem einen sechzehnjährigen Jungen da, der seine Abschlussarbeit von der Realschule über dieses Problem oder über diese Frage geschrieben hat und hat mir gerade neulich berichtet dass er einen sehr guten Abschluss gemacht hat.
00:06:26: Und möchte weiterhin in der Hospizarbeit arbeiten.
00:06:29: also mit Sechzehnt schon solche Interessen zu haben das ist einfach faszinierend.
00:06:35: letztendlich alle die wir Eltern haben oder kranke Angehörige, spätestens da sollte man überlegen.
00:06:44: Ich werde mich mal informieren.
00:06:46: was weiß ich darüber?
00:06:47: Was macht mir Angst einfach auch um nachfragen zu können ist das überhaupt so
00:06:52: schlimm?".
00:06:53: Das Beispiel des Sechzehnjährigen klingt auch noch einem großen AHA Moment für Sie und Ihr Team.
00:06:59: Haben sie noch weitere AHA Momente?
00:07:01: Was gibt es da?
00:07:02: Was sind so Sachen die bei Ihnen in Erinnerung bleiben?
00:07:04: Meistens sind es wirklich Angehörige, die kommen.
00:07:07: Die wir gerade in der Bekleidung haben.
00:07:09: und noch gar nicht lange Zeit hat jemand seinen Angehöregen an dem Tage, an dem unser Kurs stattgefunden hat seine Mutter zu uns auf die Palliativstation gelegt und hatte den Abend dann noch diesen Kurs gemacht.
00:07:24: und am nächsten Morgen traf ich sie und Sie hatten alle Tränen in den Augen und die Mutter war verstorben.
00:07:30: und da weiß ein bisschen was ist jetzt passiert?
00:07:35: Und dann haben sie gesagt, nein es war gut.
00:07:37: Dass wir nochmal genau wussten wie das funktioniert mit dem Sterben und wir waren doch nicht so überrascht und wissen jetzt wo wir uns auch hinwenden können, wo wir Hilfe holen können und für die war das genau richtig.
00:07:49: und dann war's für uns auch
00:07:50: richtig.".
00:07:52: Mit welchen Sorgen und Ängsten kommen die Menschen, die einen sterbenden Menschen begleiten zu Ihnen Frau Axe?
00:07:58: Was sagen Sie ihnen?
00:08:00: Wie helfen
00:08:00: Sie den Angehörigen beim Helfen?
00:08:04: Die Angehörigen haben meistens Angst, irgendwas verkehrt zu machen.
00:08:08: Aber man macht nichts verkehrte in einer Bekleidung Man hört auf sein Bauchgefühl und dann macht man schon alles richtig.
00:08:15: Und das ist auch oftmals im Nachgang wenn Angehöre sagen ach ja jetzt habe ich so viel gehört und ich hab es doch ganz gut gemacht.
00:08:23: Ich hätte vielleicht als Mundpflege mal das und dass nehmen können.
00:08:27: aber Ja ich habe es richtig gemacht und das sage es einfach Auf seinen Innerstes hören auf seine Herz hören das Bauchgefühl sprechen lassen und dann können wir das schon alles ganz gut bewältigen.
00:08:40: Mit Menschlichkeit ist da auch ein großes Thema.
00:08:42: wahrscheinlich, in Vorbereitung auf unser Gespräch habe ich zum ersten Mal das
00:08:45: Zitat
00:08:46: Sterbebegleitung ist keine Wissenschaft sondern praktizierte mit Menschlichkeit gelesen.
00:08:51: Können Sie mir dazu etwas mehr erzählen?
00:08:53: wie wirkt?
00:08:54: Mitmenschlichkeit in diesem Kontext konkret?
00:08:57: Ja, es ist interessant.
00:09:00: Weil in der Palliativkehr oder in dem palliativen Setting brauchen wir einfach viel Zeit Geduld und da sein.
00:09:09: Und das ist das, was wir den Menschen am Lebensende mitgeben können.
00:09:13: Das ist keine große Medizin.
00:09:15: natürlich sollen die keine Schmerzen und keine anderen Symptome haben sondern einfach dieses Dasein.
00:09:22: Ich stehe an deiner Seite ich begleite dich jetzt so.
00:09:25: ich bin da und wenn du etwas brauchst dann fühle ich dass sich kann ihr den Mund feucht machen ich kann dir Musik vorspielen, auch mit Kassette.
00:09:36: Das was er gerne gehabt hat all diese Sachen das reicht schon aus damit der andere nicht alleine ist.
00:09:45: wenn ich nun selbst ein ihrer Kurse belegen möchte wie komme ich da an?
00:09:48: die Informationen und die Termine?
00:09:50: Eigentlich ganz einfach auf unserer Homepage das Klinikum Fulda, Palliativmedizin.
00:09:55: Da ist ein kleiner Reiter hinterlegt.
00:09:58: da steht drauf letzte Hilfekurse, da dürfen sie drauf klicken und sehen dann alle angegebenen Termine wo auch noch was Platz frei ist und da würden wir uns freuen wenn Sie sich darüber anmelden.
00:10:09: Wenn Sie die Möglichkeit nicht haben können Sie auch im Zentrum der Palliativ Medizin anrufen um einen Termin zu vereinbaren.
00:10:17: Was ist denn, wenn ich aus zeitlichen Gründen oder aus anderen Gründen keinen ihrer Kurse besuchen kann?
00:10:22: Was kann ich stattdessen tun.
00:10:24: Welche Ressourcen zum Beispiel Palliativ-Dienst, Hospizangebote
00:10:27: etc.,
00:10:28: was gibt es da?
00:10:30: wo wird Sterbeninnen und ihren Angehörigen geholfen?
00:10:33: Also wir sind eigentlich in Fulda sehr gut ausgestattet.
00:10:37: Wir haben aktive Malteser, die in der Hospizbekleidung und Trauerbegleitung ganz groß sind und sehr gut ausgestattet sind.
00:10:47: Viele Hausärzte haben Weiterbildung in der ambulanten Palliativbetreuung.
00:10:54: Und dann gibt es noch das Pajativnetz aus Tessen, die diese spezialisierte Pajativversorgung hier im Landkreisfolder gewährleisten.
00:11:03: Das sind alles Netzwerke, die gut zusammenspielen und wir sind auch alle untereinander miteinander vernetzt und tauschen uns aus und können immer so auch Hilfestellungen geben.
00:11:14: wenn Angehörige oder auch Patienten bei uns anrufen Wir erhörigen dann, wo ist jetzt gerade im Moment der richtige Platz?
00:11:22: Vielleicht ist es noch gar nicht so weit.
00:11:25: Sondern geben dann einfach Hilfestellung – wo kann man Hilfe
00:11:28: bekommen?".
00:11:30: Wer unterstützt, der braucht eben auch oft Unterstützung.
00:11:34: Was sind aus Ihrer Sicht hilfreiche Gesten und Angebote die ich Angehörigen machen kann, auch ohne diese zu überfordern?
00:11:43: Man sollte eigentlich immer gut im Austausch sein.
00:11:46: Untereinander, auch die Angehörigen untereinander was ein belastet und gucken was einem hilft.
00:11:52: Auch zu sagen heute kann ich jetzt nicht zu dir kommen denn ich muss mal zum Fusseur weil das tut mir gut oder ich will mal mit einer Freundin in den Tasse Kaffee gehen trinken gehen oder ich gehe mal spazieren und hole da mal Luft, das ist alles wo Menschen Kraft stöpfen.
00:12:09: Da müssen sie so ein bisschen auf sich selber hören.
00:12:12: manche können das nicht gut und müssen immer da sein.
00:12:17: ja dass müssen wir dann die wir dann auch begleiten auch mit aushalten können.
00:12:22: haben Sie vielleicht auch gerade in diesem Kontext Geschichten aus ihrer täglichen Arbeit?
00:12:27: natürlich wollen wir die Privatsphäre der menschen schützen.
00:12:29: aber gibt es Dinge in Erinnerung bleiben.
00:12:33: Viele Geschichten des Friedens, vielleicht auch Geschichten, in denen Angst, Sorge und Trauer eine große Rolle spielt.
00:12:40: Ganz am Anfang, wo ich die Menschen begleitet haben, hat mir mal eine Frau es mir begegnet.
00:12:47: Die hat gesagt wenn ich dann zu ihnen auf die Palliativstation komme, dann sterbe ich.
00:12:52: Und das war für mich eigentlich unvorstellbar weil sie stand vor mir, die hatte keine hohe Schmerzen, die war so für sich auch aufgeräumt.
00:13:02: letztendlich war es so sie kamen zu uns auf die palliativstation und auf einmal hat sich gemerkt ja hier bin ich das ist friedlich für mich ist es alles geregelt und nun kann ich gehen.
00:13:14: und dass erschreckt mich manchmal.
00:13:17: und dann gleichzeitig wieder merkt man wie derjenige, der geht ganz viel spürt.
00:13:24: Und wir müssen einfach offen sein das mit ihm zu spüren.
00:13:27: damit werden gut an der Seite sein können.
00:13:30: Aber dennoch gibt es immer wieder Menschen, die ganz plötzlich auch in unserem Sinne versterben.
00:13:37: Gerade jetzt letzte Woche ist eine Patientin, die ich selber noch als Kollegin kennengelernt habe, die gesagt hat – Ich weiß, ich hab so ne schlimme Erkrankung aber Erlebt die letzten Jahre.
00:13:52: Ich konnte viel machen, viel begleiten und erst als wir gesprochen haben, wo könnte der letzte Platz für sie sein?
00:13:59: Und wir haben das Hospiz angesprochen.
00:14:02: Ja war es hier so ein bisschen bedrückt und ja wenn das dann jetzt doch so sein soll.
00:14:07: und dann bin ich heute morgen wieder gekommen und da habe ich gemerkt dass die Patientin schon von uns gegangen ist und das hat mich schon ein bisschen betroffen gefühlt aber dennoch dass sie keinen langen Weg hatte letztendlich, das war
00:14:19: gut so.
00:14:20: Keinen langen Leidensweg?
00:14:21: Ja!
00:14:23: Wir Menschen können glaube ich noch eine ganze Menge über das Sterben lernen oder?
00:14:28: Auf jeden Fall.
00:14:29: also ich glaube da gibt es nichts oder wir können auch von dem der sterben wird viel lernen.
00:14:35: dass ist glaube ich auch das weil wir sind so unterschiedlich wie wir im leben sind so sind wir halt auch im sterben und das ist das was uns ausmacht als menschen.
00:14:46: Wie wichtig denken Sie da ist ein offener Umgang gerade auch in unserer Gesellschaft mit dem Thema Sterben?
00:14:52: Für mehr Sicherheit und weniger Angst.
00:14:54: Das ist mega-wichtig, aber ich merke es halt auch in meiner eigenen Familie dass das schwierig ist.
00:15:00: manchmal sagen die immer ach du bist ja so hart und du bist so direkt und wie kannst du das so sagen?
00:15:06: sag hier sage ich wenn's doch nun mal so isst.
00:15:09: Natürlich sich auseinanderzusetzen mit dem eigenen Tod, das macht uns ja auch aus.
00:15:14: Da haben wir ja auch Not.
00:15:16: also ich bin da mit mir auch noch nicht konformen was Ich für mich wünsche.
00:15:21: manche Sachen sind für mich klar und andere weniger Und so geht es ja vielen anderen.
00:15:26: aber dass wir uns damit auseinandersetzen und Dass wir miteinander sprechen Das ist ja einfach das Wichtige und dann kommt alles andere von alleine.
00:15:36: das wäre so mein Wunsch.
00:15:38: Sie sagen gerade schon Wunsch.
00:15:39: Was wünschen sie sich denn vielleicht auch von unseren Hörerinnen und Hörern, von Politik und anderen Institutionen?
00:15:47: Also ich wünsche mir eigentlich dass die Gesellschaft Ofener dazu ist mit dem Tod- und Sterben umzugehen, das man gut aufeinander zugeht, auch mutig ist zu sagen hier ich sehe grad kann ich dir meine Hilfe anbieten nicht zu warten ja der weiß doch ihr kann mich anrufen sondern einfach drauf zuzugehen und sagen hier Ich fahre jetzt gerade einkaufen, ich kann dir gerne Eier und eine Kiste Wasser mitbringen.
00:16:14: Das sind so Kleinigkeiten die würden uns schon gut
00:16:18: weiterhelfen.".
00:16:19: Ein offener Umgang also mit dem unvermeidlichen Lebensende.
00:16:24: das ist das was sie sich wünschen und eben auch dass wir Zeit für einander investieren.
00:16:29: Vielen Dank Frau Acks für das Gespräch!
00:16:31: Ja danke dass ich da war.