Interview mit Intensivstationsleiter Wanja Wolf

Shownotes

Wer auf der Intensivstation liegt, ist meist schwer oder lebensbedrohlich erkrankt oder verletzt und benötigt - beispielsweise nach einem Unfall - besondere Überwachung und Betreuung. Solch kritische Zustände können das Auftreten eines sogenannten Delirs fördern. Was sich hinter diesem Begriff verbirgt und welche besondere Unterstützung Betroffene benötigen, wissen die Teams der Intensivstationen des Klinikums Fulda.

Einer von ihnen ist Stationsleiter Wanja Wolf. Er ist in dieser Podcastfolge zu Gast und spricht unter anderem über die Zusammenhänge und Unterschiede zwischen Delir und Demenz, die größten Risikofaktoren für Delirzustände und den wichtigen Einfluss des Vertrauten auf betroffene Patienten.

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00:00:00: Wer auf der Intensivstation liegt, ist meistens schwer oder lebensbedrohlich erkrankt.

00:00:05: Oder er benötigt beispielsweise nach einem Unfall besondere Überwachung und Betreuung.

00:00:09: Solche kritischen Situationen können als Auftreten eines sogenannten Deniers fördern.

00:00:14: Was sich hinter diesem Begriff verbirgt und welche besondere Unterstützung betroffene benötigen das wissen die Teams der Intensive Station des Klinikums Fulda nur zugut.

00:00:23: Einer von ihnen ist Stationsleiter Vanja Wolff.

00:00:25: Er ist heute zu Gast in unserem Podcaststudio.

00:00:27: Herzlich Willkommen!

00:00:29: Ja hallo, schön dass ich da sein darf.

00:00:30: Vielen Dank für die Einladung!

00:00:32: Danke Schild.

00:00:32: wir haben ein großes spannendes Thema heute vor uns.

00:00:36: was ist ein Delir?

00:00:37: und vielleicht können wir auch in diesem Zug schon mal darüber sprechen warum das so häufig auf der Intensivstation

00:00:43: auftritt?

00:00:44: Ein Delir auf Intensifstation ist ein oder ein Delier generell ist einen Verwirrteilszustand der von wenigen Tagen einem Tag bis zu vielen Wochen andauern kann weil wir ja viele ungünstige Faktoren quasi bei uns koppeln.

00:01:04: Delir ist kein Krankheitsbild oder keinen Zustand, der durch eine bestimmte Sache auftritt, sondern meistens durch die Kombination verschiedener Faktorien.

00:01:12: ein Beispiel dafür ist zum Beispiel die Narkose.

00:01:15: Viele Patienten auf Intensivstationen durch lebende Narkozen haben eine Narkosel liegen auch vielleicht über längere Zeit in Narkosen.

00:01:21: man nennt das dann im Volksmund oft dem Künstlichen Coma.

00:01:24: Diese Medikamente fördern das Delier in gestörter Tag.

00:01:27: Nachtrhythmus fördert das Delir eine ungewohnte Umgebung, fördert es Delir.

00:01:35: Ungewöhnete Geräusche und gewohntes Setting fördert das Delire.

00:01:38: All diese Faktoren schmerzen zusätzliche Katheter-Schläuche im Körper um einen rumfördernden Delir.

00:01:48: Das alles zusammen ist einfach das Intensivstationssetting und begünstigen eben das Auftreten.

00:01:53: somit kann man bei uns fast damit rechnen, dass einer von drei Patienten ein Delir bekommt.

00:01:59: Ein Delir durchlebt aber wie gesagt manche wenige Stunden einen Tag, manche aber auch eben wesentlich länger.

00:02:08: Wie stelle ich mir das denn dann vor?

00:02:09: Du hast gesagt eine Verwirrungszustand.

00:02:14: also bin ich jetzt einfach vergesslich und weiß mich wo ich bin.

00:02:17: oder wie kann so ein Delier aussehen?

00:02:18: Ich

00:02:19: glaube hauptsächlich unterscheiden müssen wir quasi die zwei Grundformes gibt.

00:02:22: einmal das Hypodynam oder das hypoaktive Delir, dass der Patient eher schläfrig müde zurückgezogen in der Kommunikation eher zurückhaltend vielleicht auch ein bisschen wie depressiv verstimmt und eben das hyperaktive oder hyperdynamische Delir.

00:02:39: In der Phase ist der Patient halt eben, wie man es hört, eher aktiv.

00:02:43: Er agitiert, unruhig.

00:02:46: Hat vielleicht eine Bettflüchtigkeit.

00:02:47: Versteht nicht was wir mit ihm machen, was mit ihm passiert.

00:02:50: Verstet nicht für was die Kabel und die Schläuche da sind.

00:02:53: Arbeitet entsprechend auch dagegen.

00:02:55: Und es gibt natürlich auch die Mischformen.

00:02:57: Das klingt sehr beängstigend.

00:02:58: also wenn ich mir jetzt vorstelle Ich wache nach einer OP auf Bin im Krankenhaus weiß vermutlich nicht dass ich dort bin wo ich bin und dann Stimmt die Welt um mich herum auch irgendwie nicht.

00:03:10: Es ist sicherlich auch ein Zustand der oftmals sowohl bei den Patienten wie auch bei den Angehörigen mit Angst, mit Unsicherheit verbunden ist.

00:03:18: Ein ganz großes Stichwort hierbei lautet einfach Reorientierung und das zur Therapie, einer der größten Therapieansätze beim Delier ist die Reorientierung.

00:03:29: Das geht damit los dass wir den Patienten zu Schicht begrüßen das wir uns vorstellen, dass wir kurz aufklären wer sind wie?

00:03:35: was machen wir hier?

00:03:37: welchen Tag haben wir überhaupt?

00:03:38: warum ist der Patient hier?

00:03:40: welche schicht bin ich jetzt gerade?

00:03:42: also sprich wie viel Uhr ist es?

00:03:44: Was sind meine nächsten geplanten Maßnahmen?

00:03:46: diese Aufklärung einfach warum komme ich jetzt hier rein?

00:03:48: warum wusel ich jetzt um das Bett rum und sortiere hier Schläuche Kabel vielleicht piept noch irgendwas.

00:03:55: zu reorientieren gehört aber auch einfach dazu, ja für Orientierungshilfen zu sorgen.

00:03:59: Also sprich hat der Patient ist er wieder wach?

00:04:02: Hat er eine Brille?

00:04:02: Dann sollte ich ihm seine Brille geben!

00:04:04: Hat er Hörgeräte?

00:04:04: Sollte ich mich darum kümmern dass er auch seine Hör-Geräte hat damit er eben auch die bestmögliche Chance hat das Bestmögliches Setting hat die Informationen die auf ihn einbrassen eben auch zu verarbeiten?

00:04:15: Im weiteren haben wir dann zum Beispiel auf der Station noch einen sogenannten Gewohnheitsbogen den wir den angehörigen Aushändigen sehr früh aushändig zum Teil während der Patient noch in Narkose liegt, wo wir einfach Dinge erfassen wie Orientierungshilfen.

00:04:28: Wie Schlafgewohnheiten?

00:04:29: S-Gewohnheiten.

00:04:30: Gibt es irgendwelche Vorliegen?

00:04:32: Gibt's Ängste vielleicht?

00:04:33: Also jemand, der zu Hause immer mit einem gewissen Licht schläft, will vielleicht bei uns gar nicht abgedunkelt schlafen.

00:04:39: Sobmit ebnen wir schon ja während der Narkoße quasi oder während der Schlafphase ebenden wir schon den Weg für die Aufwachphase um da bestmöglich aufgestellt sein und dem Delir entgegenzuwirken.

00:04:50: Wenn man sich jetzt informiert, und das klingt auch wenn wir darüber sprechen, erinnert mich immer an das Schlagwort Demenz.

00:04:56: Also es ist ein Schlag Wort, was sehr häufig als Vergleich vielleicht genutzt wird, wenn man sich einlesen möchte... Wo liegt da der Unterschied?

00:05:05: Wie viel haben Demenz und Antilie miteinander zu tun?

00:05:08: Sie stehen ja nicht direkt in Verbindung oder?

00:05:11: Genau also beim ersten Blick Wirkt es tatsächlich so, als gibt's sehr viele Gemeinsamkeiten.

00:05:16: Deswegen ist auch diese Unterscheidung so wichtig oder fällt auch manchmal andersrum schwer.

00:05:21: Ein ganz großer Unterschied ist einfach die Demenz kommt langsam, die Dements kommt schleichend, die entwickelt sich über Monate bis Jahre hinweg.

00:05:28: Das ist auch etwas was oft ja zum Beispiel dann die Angehörigen auch im Gespräch mit uns schon berichten können das in den letzten Monaten zu Hause vielleicht schon immer wieder mal vergessen wurde die Tür zuzumachen und immer wieder einmal Dinge verlegt wurden etc.

00:05:39: So schleichender Beginn beim Delier.

00:05:43: Der große Unterschied ist, es beginnt nicht schleichend.

00:05:44: Es beginnt mit einem Ereignis und innerhalb kürzester Zeit zum Beispiel mit dem Aufwachen aus der Narkose.

00:05:50: Das beginnt z.B.

00:05:52: mit der Krankenhauseinweisung und der damit verbundenen Erkrankungen, die jetzt neu aufgetreten sind.

00:05:57: Zum Beispiel im Infekt im Körper.

00:05:59: Man hat meistens ein bestimmtes Eregnis, was zum Beginn oder zum Auslöser des Deliers quasi sorgt.

00:06:06: So ein Delier tritt das nur im Krankenhaus-Kontext auf?

00:06:11: Nein, auf keinen Fall.

00:06:12: Also im Krankenhaus ist es natürlich besonders geholft weil einfach die Risikofaktoren ganz geballt eintreten.

00:06:18: Ein Delir kann im häuslichen Setting beginnen.

00:06:20: ein Delir können im Altenheim beginnen und in der ambulanten Tagespflege beginnen.

00:06:25: Ganz wichtig ist jede Art von Delir, jeder Art von Verwirrung gehört aber ins Krankenhaus.

00:06:30: also wenn mir auffällt dass mein Angehöriger zu Hause morgens aufsteht und auf einmal verwirrt ist Wenn mein Angehöriger Mir auffält im alten heim Der ist nicht so wie sonst.

00:06:42: Dann gehört der definitiv zur Abklärung ins Krankenhaus.

00:06:45: Delir ist immer eine Diagnose, die im professionellen Setting gestellt werden muss.

00:06:48: Delirs auch eine Ausschlussdiagnose.

00:06:52: hinter jeder Verwirrung kann zum Beispiel einen Schlaganfall stecken was ein Zeitkritisches Krankheitsbild ist.

00:06:59: Ja, ein Delir muss in ärztliche oder fachliche kompetente Obhut.

00:07:05: Also wenn mein Angehöriger sich nicht so verhält wie sonst?

00:07:07: Wenn ich das Gefühl habe er oder sie ist verwirrt untypisches Verhalten, dann ist das nichts was ich aussitzen sollte.

00:07:15: Auf gar keinen Fall!

00:07:17: Also wir haben entweder den prozesshaften Beginn auch oder eben diesen punktuellen... Da gibt es ein Ereignis und das lässt das Delir einsetzen.

00:07:26: Warum ist es denn?

00:07:28: Ein bisschen kann ich mir diese Frage natürlich jetzt schon selbst beantworten aber aus deiner Sicht warum ist es so wichtig dass man sich mit dem Thema Delir befasst, dass man da auch aufklärt und dass man erklärt?

00:07:40: Punkt, der betrifft ein sehr versettenreicher Punkt.

00:07:44: Also warum ist es wichtig sich damit zu befassen?

00:07:47: Ja bei uns auf Intensivstation einer von drei Patienten ist Betroffen vom Delier.

00:07:52: natürlich müssen wir uns dementsprechend damit befassen.

00:07:54: Delir ist für den Patienten und die Angehörigen nicht schön.

00:07:59: Es ist gefährlich.

00:08:01: Das System ist relevant weil mehr Kosten verursacht.

00:08:06: Ein Punkt, der nicht nur die Intensivstation betrifft.

00:08:10: Der kann jede Station betreffen.

00:08:11: Die Linie kann in den Notaufnahmen oder der Kinderklinik beginnen bis hin zu jedem postoperativen Stationsverlauf quasi genau.

00:08:21: Die ist auf jeden Fall eine interprofessionelle Thematik.

00:08:25: also im Klinikum gibt es zum Beispiel ein Delier Team speziell.

00:08:28: das ist vor jetzt schon einigen Monaten, vielleicht ein Jahr gegründet worden.

00:08:33: Ursprünglich von der Pflege sozusagen aus dem Boden gestampft und mittlerweile arbeitet durch ganz viele andere Berufsgruppen auch flankiert unterstützt.

00:08:40: also da arbeiten Füße-Therapeuten mit, da arbeiten Ergotherapeutin Logo-Terapeuten mit , da arbeiten Atemungs-Terepoiten mit .

00:08:48: Da arbeiten auch Ärzte mit, die arbeiten Psychologen mit.

00:08:52: Delir ist immer etwas, was ganzheitlich betrachtet werden muss und auch so muss der Behandlungsansatz auf der Intensivstation oder auf der Station allgemein sein.

00:08:59: Immer als Behandlungsteam.

00:09:01: Und die Auslöser wahrscheinlich ganzheitliche zu betrachten?

00:09:03: Oder es gibt ja Belastungen, Begleitfaktoren.

00:09:08: Die können ein Delir begünstigen.

00:09:10: Du hast schon gesagt, was Grundsäge sich ein Delire auslösen kann.

00:09:13: So ein paar Stichworte sind da schon gefallene Operationen eben in schwerer Unfall.

00:09:17: Was kann konkret ein Delier auslösen, dass wir da vielleicht noch

00:09:21: mal drüber sprechen.

00:09:39: Substanzen in der Vorgeschichte hat ein erhöhtes Risiko oder erhöht das Risiko.

00:09:44: regelmäßiger Alkohol-Konsum, Drogenkonsum.

00:09:47: Schon das Feierabendbier?

00:09:48: Auch das Feiernbier ja!

00:09:49: Also wenn ein Mensch jeden Abend zu Hause einen halben Liter Bier quasi Null für Null Fünfer Helles zum Feier Abend trinkt und das fehlt ihm dann von einem Tag auf den anderen steht da ein Entzug dahinter.

00:10:02: Der ist jetzt nicht mit dem klassischen massiven Alkohlentzug Alkoholiker zu vergleichen.

00:10:08: Aber der Körper durchlebt einen Entzug und dieser Entzug, diese fehlende Substanz für den Körper begünstigt ein Delier.

00:10:17: Das schafft Unordnung in der Gewohnheit, genau!

00:10:19: Wo wir auch bei einem ganz wichtigen Stichwort sind für einen Auslöser, das sind einfach veränderte Gewohnheiten die veränderte Umgebung, der veränderten Tagesablauf... Die anderen Gewohnigkeiten.

00:10:30: Du hast auch schon Voreerkrankungen, das Thema Angeschnitten.

00:10:34: Gibt es Vorerkrankung die das in besonderem Maße begünstigen

00:10:36: können?

00:10:38: Ja eine der Vorerkranken hast du sicherlich auch schon benannt.

00:10:41: Das ist natürlich ne Demenz.

00:10:43: wenn der Patient vorher in seiner Grundorientierung schon eingeschränkt war wird das durch den Krankenhausaufenthalt natürlich nicht besser.

00:10:50: ja die Kombination aus mehreren Erkrankungen ist natürlich da auch wieder sehr begünstigend.

00:10:57: Viele Erkrankungen bringen ja auch die Einnahme von Medikamenten mit sich, wo man dann auch bei diesem Mischfaktor sind – die Einnahmen verschiedener Medikamente, die untereinander vielleicht auch interagieren, begünstigen das.

00:11:09: Wie konkret merke ich denn, dass jemand Andelia hat?

00:11:12: Also vielleicht auch ich als Angehörige.

00:11:14: Welche Verhaltensänderung zeigen die Betroffenen?

00:11:18: Bei uns auf Intensivstationen oder auch auf den IMC-Stationen, auf den Wachstationen ist es üblich Patienten regelmäßig zu screenen.

00:11:24: Also wir haben spezielle Scores.

00:11:26: das sind Einschätzungsinstrumente die wir bei den Patienten abfragen, die gehen wir einfach einmal durch.

00:11:31: Am Ende kommt quasi ein Zahlenwert beraus, einen Score der uns dann sagt, der Patient hat ein erhöhtes Risiko für einen Delier oder der Patient befindet sich in einem Delier.

00:11:39: es gibt leider stand heute noch keinen Parameter kein Blutwert oder so den ich abnehmen kann wo ich sagen kann okay dieser Blutwerte ist positiv Der patient hat ein Delir.

00:11:48: so einfach ist es leider heutzutage noch nicht.

00:11:51: aber eben um diese Erwehrung auf das Thema zu erhöhen um achtsamt zu sein von Beginn an scoren wir Patienten regelmäßig.

00:11:58: Also ganz subjektiv?

00:11:59: Ganz subjektive, genau auch!

00:12:00: Wir hatten es ja schon mit dem Hypodynamen-Delier.

00:12:03: ein Patient der ruhig und zufrieden in Anfangstrichen zufriedend im Bett liegt fällt natürlich ganz schnell unter das Radar.

00:12:11: warum soll man darauf aufmerksam werden?

00:12:12: aber dass ist dann eben diese Professionalität dieses Wissen um diese Erkrankung Delir und diese regelmäßigen Scores und natürlich die Erfahrung in so einem Team die dann dort die notwendige Aufmerksamkeit hervorruft.

00:12:27: Du hast schon gesagt, Gedächtnisprobleme sind das eine.

00:12:30: daran merkt man es natürlich unter Umständen dass jemand vielleicht in einem Delir ist.

00:12:34: Es kann auch laut sein das Delir und es kann schnell auffallen es kann aber auch ganz leise sein.

00:12:40: gibt es denn noch mehr Störungen nenne ich jetzt mal im Denken der Wahrnehmung an denen ich erkennen kann mein Angehöriger hat möglicherweise ein Delir.

00:12:49: Ich glaube, gestörte Aufmerksamkeit ist ein sehr großes Stichwort.

00:12:52: Wenn man im Gespräch mit den Patienten ist merkt man einfach da ist kein roter Faden drin.

00:12:57: der springt in den Themen der Springt mit der Aufmerksamkeit.

00:13:01: Das ist auch das, was uns tatsächlich Angehörige oft berichten.

00:13:03: Der hat mich da jetzt schon zum dritten mal gefragt wann denn die OP war ob die OP geschafft ist?

00:13:08: Der hat mir ja schon zum Dritten Mal gefragt Wann kann ich der nach Hause?

00:13:12: Das war doch vorhin Ich habe es ihm doch jetzt dreimal beantwortet.

00:13:14: So sind dann auch so die Fragen oder diese Momente wo die Angehöre auf uns dann zukommen im Patientenzimmer und sagen hier Da stimmt doch irgendwie etwas nicht.

00:13:21: Sehr beängstigend klingt dass wenn man darüber nachdenkt Auch aus eigener Sicht Was erlebt ihr denn noch auf der Intensivstation?

00:13:29: Wahrscheinlich sind nicht alle Delirg-Geschichten groß und dunkel, beängstigend oder?

00:13:34: Nein.

00:13:35: Wichtig ist ja in der Orientierung, man unterscheidet ja immer quasi zeitlich, örtlich und zu Personen.

00:13:39: natürlich können alle Einschränkungen der Orientierung In allen diesen Qualitäten sein.

00:13:45: Es gibt Patienten die einfach örtlichen wissen wo sie sich befinden.

00:13:50: Das ist auch.

00:13:50: wir können dreimal viermal pro Schicht erklären was passiert ist wo Sie gerade sind.

00:13:55: Sie glauben uns das in dem Moment nicht.

00:13:56: Sie glauben nicht, dass sie jetzt im Krankenhauszimmer im Bett liegen sondern wir hatten einfach ein Beispiel.

00:14:01: vielleicht also Delir wie du schon sagst muss nicht immer dunkel sein muss nicht mal schlimm sein in dem Sinne sondern Delir kann auch oft mit auch fröhlichen oder guten Gemütszuständen verbunden sein.

00:14:14: Wir hatten mal einen Patienten der jedes Mal wenn eine größere Ansammlung von Menschen in seinem Zimmer war zum Beispiel bei der Visite Wenn dann morgen ein großes Behandlungsteam in den Raum reinkommt.

00:14:22: Er war, muss man kurz dazu sagen.

00:14:24: Er war hobbymäßig Dirigent gewesen von einer größeren Kapelle und immer wenn diese Menschenansammlung in sein Zimmer kam dachte er jetzt steht irgendwie ein Auftritt an und er wollte dann diese Gruppe eben dirigieren und begann dann da in den Tonlagen einzustimmen und seiner dementsprechenden Handbewegung.

00:14:40: der konnte sich danach das Ganze nicht mehr erinnern.

00:14:42: aber sicherlich war dieser Phase für ihn nicht so beängstigend oder nicht so schlimm in dem Moment wie es vielleicht für die Außenstehende, für die Angehörigen war, weil er sich eben in einem guten Gemütszustand befand.

00:14:54: Aber ja die Lehr hat auch seine dunklen Seiten.

00:14:58: Die Lehr kann auch bis hin zur Selbst- oder Fremdgefährdung führen wenn diese Qualitäten der Orientierung nicht gegeben sind.

00:15:04: Das heißt ihr habt aber trotz all dieser schweren Momente, die eure Arbeit einfach beinhaltet... Auch die Momente wo es einfach sehr menschlich ist.

00:15:13: Sehr nahe wo man vielleicht auch mal hinterher zusammenschmunzeln kann, oder?

00:15:19: Also das mit dem Dirigenten war sicherlich etwas wo...

00:15:22: Absolut.

00:15:22: Also gerade der Patient ist da auch mit einem dementsprechend guten Gemütszustand rausgegangen.

00:15:28: Wie gesagt wie schon erzählt er konnte sich selber jetzt nicht an diese Situation erinnern.

00:15:31: Er konnte es jetzt nicht für sich selbst irgendwie Revue passieren lassen.

00:15:34: aber aus den Erzählungen her war das was ... Da ist er gut raus gekommen.

00:15:40: Aber auch da, das hatten wir jetzt ja schon zwischendrin immer mal so diese Begleitung in den verschiedenen Gemütszustellen durch die Angehörigen oder halt dann die Bekleidung der Angehöhrigen.

00:15:48: Durch uns ist er einfach enorm wichtig um dieses Erlebte im Nachhinein verarbeiten zu können.

00:15:55: Angehörtige sind ein gutes Thema.

00:15:56: wie kann ich denn konkret als Angehäuriger?

00:15:58: Was kann ich überhaupt machen um meinen Liebsten und meine Liebste dadurch zu begleiten?

00:16:03: Also wir haben ja dieses Stichwort quasi Reorientierung schon und das ist auch das was Angehören machen können oder da wo Angehörige unterstützen können.

00:16:10: Wir sind aktuell bei uns dran und arbeiten an einer Zertifizierung, an offiziellen Zertifikierungen, angehörigenfreundliche Intensivstationen um der Angehäurige von Beginn an mit ins Boot zu holen.

00:16:20: Wer kennt besser die Gewohnheiten?

00:16:21: Wer kennt bessern den Tagesablauf, wer kennt besser den Lebensrhythmus des Patienten wie die Angehöhring?

00:16:27: Und da hilft gewohnte Musik.

00:16:29: wenn jemand jeden Morgen beim Frühstück und beim Waschen im Bar Zuhause hrv gehört hat ist das was was wir im Rahmen der Reorientierung natürlich auch machen können.

00:16:38: Dann sollten wir eben HRV anmachen, damit er versteht es ist jetzt morgen ich mache mich jetzt fertig danach gibt's mein Frühstück eben genauso wie das auch zu Hause war wenn jemand jeden Abend sein das hatten wir vorhin schon vielleicht seinen Feierabendbierchen getrunken hat und dabei Fernsehe geschaut hat dann spricht nichts dagegen auch den Patienten auf der Intensivstation wenn er vom Krankheitszustand her wenn der Krankheits Zustand es erlaubt ihn auch aus dem Bett rauszumobilisieren in einen Stuhl sein gewohntes Fernsehprogramm anzumachen und ihm halt vielleicht ein Alkoholfreisbier zur Verfügung zu stellen, damit er im Rahmen seiner Abläufe, dem Rahmen seines Lebensrhythmus, des Tagesablaufs unterstützt wird bei der Reorientierung.

00:17:19: Also stelle ich mir das so vor dass es auf der Intensivstation bei euch einen kleinen Kühlschrank gibt mit alkoholfreiem Feierabendbier?

00:17:25: Es gibt tatsächlich alkoholfreies Feierhabenbier für die Patienten wohl gemerkt!

00:17:31: Ja, also das ist natürlich jetzt nicht der ganz klassische Intensivpatient.

00:17:35: Das ist eher so die letzte Phase bei uns die letzten Tage oder Stunden bevor es dann in Richtung Weiterverlegung, Rehaklinik oder Normalstation geht wenn's den Patienten schon so gut geht dass sie im Sessel sitzen können und Fernseh schauen können.

00:17:47: aber ja auch das sind Maßnahmen die dabei helfen können das Delir zu durchbrechen beenden.

00:17:54: Es gibt auch keinen Medikament im klassischen Sinne, wo man jetzt sagt dieses Medikamente gebe ich jetzt und damit ist das Delier zu Ende.

00:18:01: alle Medikamentengaben sind immer nur quasi flankierend.

00:18:04: Alle Medikametengaben eigentlich nur eher Symptom lindern, Symptoms steuern wie zum Beispiel Schmerzmittelgabe um eben die Schmerzen als Mitursache für das Delir zu linderen.

00:18:13: aber wir haben keine kein Medikamen was das Delie an sich beendet oder auch von vornherein verhindert.

00:18:19: Das haben wir nicht, es ist immer eine Teammaßnahme ein interprofessionelles Agieren am Patienten um ihm durch das Delir zu helfen.

00:18:29: So individuell wie der Delir sein kann, so schwanken kann das ja glaube ich auch sein?

00:18:34: Oder also die Symptome sind ja nicht immer gleich stark im Tagesverlauf.

00:18:39: Wie verhält sich das?

00:18:41: Nein auch das ist auf jeden Fall ein wichtiges Merkmal beim Delir in den seltensten Fällen linear verläuft.

00:18:48: Das ist auch eine sehr fluktuierende Symptomatik, wir hatten ja vorhin schon dieses Stichwort Tag Nachtrhythmus.

00:18:53: es gibt Patienten die dann auf einmal nachts um drei aufstehen wollen weil sie jetzt an die Arbeit müssen denken an die arbeit zu müssen.

00:19:00: Es gibt Patienten, die wirklich eine komplette Tag-Nachtumkehr haben.

00:19:04: Es gibt aber auch Phasen, also Wechselphasen vom Hypodynamen und Hyperdynamendelier.

00:19:08: Auch dieses Stichwort Tag Nachtrhythmus.

00:19:10: nachts um drei ist dann das Hyperdyname Delir hoch aktiven der Patient ist massiv betflüchtig Und morgen zum sieben stellt sich dann doch eher das Hypodyname Delir ein und den restlichen tag wird quasi geschlafen.

00:19:20: Also

00:19:22: einfach aufgrund von Erschöpfung wahrscheinlich?

00:19:25: Natürlich auch aufgrund Von Erschöfffungen Aber eben auch wegen diesem doch fluktuierenden Verlauf und nicht diesen klassischen linearen Krankheitsverlauf oder wechselnden, nennen wir es eher wechseln, wechselhaftend verlauf.

00:19:37: Das klingt jetzt als ob so ein Delir durchaus auch eine ganze Weile andauern kann.

00:19:41: wie lang dauert denn dieser Zustand üblicherweise?

00:19:45: Genau das hatte ich ja auch eingehens schon mal ganz kurz erwähnt.

00:19:47: also dass ist auch sehr unterschiedlich.

00:19:49: von wenigen Stunden einem Tag kann es aber auch wirklich bis zu mehreren Wochen andau an.

00:19:56: Oftmals ist es auch nicht so, dass das Delir dann von jetzt auf gleich beendet ist.

00:20:00: Also nicht der Morgen ist heute wach ich auf und jetzt ist mein Delir überstanden und das alles wieder genau wie's vorher war.

00:20:06: die Phase nach dem Delir kann auch nochmal für einige Wochen gewisse Beeinträchtung mit sich bringen.

00:20:12: vielleicht ist es kognitiv noch nicht ganz wie es eben vorher wieder war.

00:20:15: Vielleicht ist die Orientierung an mancher Stelle zwischendrin immer doch noch mal lückenhaft.

00:20:19: generell auch wieder das Thema Vorerkrankungen.

00:20:24: Welche Langzeitfolgen kann so ein Delir in Verbindung mit Vorerkrankungen haben?

00:20:28: Okay, also von Langzeit folgen hier.

00:20:31: die allermeisten Fälle eines Delirs heilen komplett wieder aus und bringen keinerlei Folgeerscheinungen mit sich.

00:20:39: Wenn natürlich der Patient wie ich es ja vorhin auch schon mal erwähnt hatte eingehens schon eine dimensionelle Entwicklung hatte, eingehends schon vielleicht kognitiv irgendwo Einschränkungen hatte ist natürlich das Delir keine Phase dieses begünstigt.

00:20:55: Die Wahrscheinlichkeit, dass danach die kognitiven Einschränkungen etwas größer sind als sie vorher waren, sind natürlich gegeben.

00:21:01: aber wenn wir die Gesamtsumme des Deliers bei uns betrachten kommen die allermeisten Patienten ohne irgendwelche Folgeschädigungen dort raus.

00:21:10: Genau also welche konkreten Dinge helfen jetzt auch von Angehörigen Seite?

00:21:14: Was kann ich tun?

00:21:15: machen mitbringen vielleicht sogar um meinem Angehöhrigen durch das Delier zu helfen?

00:21:21: Genau, da wieder die gewohnten Dinge.

00:21:24: Also wenn man zu Hause vielleicht gerade ein älteres Ehepaar sehr eng zusammen wohnt und man sieht sich von morgens bis abends dann fehlt dieser Mensch natürlich.

00:21:31: Da kann einfach dieses Ich bin da schon wahnsinnig viel bewirken.

00:21:35: ich berühre dich, ich rieche dich, nehme dich wahr!

00:21:39: Ich höre deine Stimme.

00:21:40: Vielleicht war es zuhause üblich dass man sich gegenseitig die Zeitung vorgelesen hat.

00:21:45: Ja warum das nicht auch im Krankenhaus machen?

00:21:48: Vielleicht war's üblig im gewissen Tagesablauf, gewisse Rituen zusammen zu durchleben.

00:21:54: Vielleicht hat man gewisse Bücher regelmäßig gelesen, gewiße Zeitungsartikel, gewesse Fachmagazine regelmäßig gelesen.

00:22:02: mitbringen.

00:22:03: vielleicht gab es gewisse Vorlieben beim Musik abspielen.

00:22:07: also da sprich nichts dagegen diese Dinge aus dem häuslichen Setting die helfen dazu eine Reorientierung zu führen die helfen das Umfeld möglichst wie gewohnt erscheinen zu lassen einfach mitzubringen und auch im Krankenhaus nach Rücksprache mit uns einzusetzen.

00:22:22: Also neben den klassischen Therapiemöglichkeiten eben auch das ganz sinnliche, die Sinne ansprechen und wieder ordnen?

00:22:29: Genau

00:22:30: wobei man auch sagen muss die klassische Therapie.

00:22:32: Ansätze beim Delier sind auch meistens nicht die Medikamente oder nicht das Gerät sondern das ist zum Beispiel auch die Frühmobilisation.

00:22:42: also einfach raus aus dem Bett in gewohnte Settings also paar Schritte laufen an der Bettkante sitzen für die Mahlzeiten im Stuhlsitzen Alleine noch nicht reicht übernimmt das Behandlungsteam, dass die Physiotherapeuten zusammen mit der Pflege mobilisieren Patienten raus in Stuhl.

00:22:57: Diese Frühmobilisation ist auch einer der wichtigen, der wichtigsten Aspekte eigentlich beim Delier.

00:23:02: um dafür eine Reorientierung zu sorgen

00:23:04: Wie eng arbeitet ihr da wirklich als pflegere System, als medizinisches Team mit den Angehörigen zusammen?

00:23:10: Wie ist der Austausch zwischen Behandlern und Angehöregen?

00:23:15: Also Behandlungen eines Deliers sind immer interprofessionell.

00:23:19: es ist immer von allen Berufsgruppen, die irgendwie mit der Behandlung des Patienten zu tun haben quasi ein Teamprojekt und da gehören ganz klar die Angehörigen dazu.

00:23:28: Also die Anhörigen sind auf Intensivstation.

00:23:30: ein Teil des Behandlungsteams muss man einfach so sagen nicht für die medizinischen Aspekte aber eben für diese ganzen sozialen und psychologischen Aspekten Und das sind Angehöre schon.

00:23:40: es geht los mit dem Telefonat am Morgen.

00:23:41: kurz Der Anruf hey war die Nacht okay ist alles stabil.

00:23:44: soweit bis hin dann eben nachmittags zu den Besuchszeiten oder eventuell auch zu angepassten Besuchzeiten, wenn es nicht anders geht.

00:23:51: Wo einfach gemeinsame Zeit verbracht wird, wo auch der Angehörige mit im Zimmer sein kann und wo der An gehörige bei seinem kranken Vater Mutter Partner mit an der Bettseite sein kann.

00:24:02: Was kann man auch für die Angehöhrigen tun in so einer Situation?

00:24:05: Also es gibt natürlich professionelle Unterstützung muss man ganz klar sagen.

00:24:08: Es gibt auch ethische religiöse Unterstützung Wenn einem da Aspekte wichtig sind.

00:24:13: aber jetzt Die Bettplatz-Seitigunterstützung von Seiten der Pflege ist einfach Gespräche anbieten.

00:24:18: Das ist das absolut Wichtigste, einfach da sein und aufklären.

00:24:22: Was sehen Sie hier?

00:24:23: Was hören Sie hier?

00:24:24: was nehmen sie wahr?

00:24:26: Haben Sie Fragen dazu?

00:24:28: Man erklärt gerade in den ersten Tagen bei schweren Krankheitsverläufen erklärt man Dinge nicht nur einmal.

00:24:35: Die Angehörigen befinden sich in einer absoluten Ausnahmesituation, in der absoluten Stresssituation.

00:24:39: Da ist die Wahrnehmung eingeschränkt.

00:24:40: Da erklärt man vielleicht dreimal das Beatmungsgerät und man hört dreimal warum der Monitor jetzt schon wieder piept.

00:24:46: Aber das ist super wichtig!

00:24:47: Das gehört dazu damit eben die Angehöre sich bettblattzeitig sicher fühlen.

00:24:51: nur wenn da eine Sicherheit gegeben ist, nur wenn an Umfeld geschaffen ist indem sich die An gehörigen abgeholt fühlen können auch Ihrem Angehörigen wiederum quasi, der da im Bett liegt.

00:25:01: Der den Krankheitsverlauf hat auch eine Stütze sein oder eine Hilfestellung sein.

00:25:05: Gibt es irgendwas was man vorbeugend präventiv tun kann?

00:25:11: Wahrscheinlich schwierig, oder?

00:25:13: Damit kein DDR-Auftritt.

00:25:14: Also Vorbeugen und Präventif zu Hause eher weniger außer vielleicht jetzt nicht jeden Abend das Feierabendbier bei uns im Krankenhaus vorbeugen.

00:25:27: präzentiv ja ganz viel.

00:25:29: Es beginnt, wie gesagt mit den Orientierungshilfen Brille und Hörgerät.

00:25:32: In dem Moment wo der Patient aus der Narkose erwacht braucht er seine Brille uns ein Hör Gerät weil sonst einfach die Sinne und damit verbunden die Wahrnehmung eingeschränkt ist.

00:25:40: eine eingeschrankte Wahrnehnung führt selbst bei uns gesunde jungen Menschen zu Ängsten zu Unsicherheiten.

00:25:47: was es da los auf der Intensivstation jetzt speziell?

00:25:51: Tag Nachtrhythmus ein ganz großes Thema.

00:25:54: wir haben in der Regel zweier Zimmer.

00:25:55: vielleicht liegt ein Patient der schon nach der Narkose wieder wach ist, neben dem Patienten, der ganz frisch ein schweres Krankheitsgeschehen hinter sich hat.

00:26:03: Der noch in der Norkose liegt.

00:26:05: Diese zwei Patienten haben von Grund auf von der Behandlungstränglichkeit von den Behandlungsbedürfnissen her zwei ganz unterschiedliche Abschnitte im Verlauf auf der Intensivstation.

00:26:15: Der vordere Patient, der quasi schon wieder wach ist.

00:26:18: Der braucht Ruhe, der braucht Abschirme und der braucht einen Tag Nachtrhythmus, der brauche Reorientierung.

00:26:22: Und der schwer kranke Patienten, der vielleicht auf dem Nachbarplatz liegt Braucht vielleicht nachts um drei hoch akute Betreuung von einem ganzen Behandlungsteam.

00:26:29: Das passt nicht zusammen.

00:26:30: Also auch da wieder sozusagen von vorne rein Bestmöglich planen.

00:26:35: Wie lege ich die Patienten wie richtig das Zimmer ein?

00:26:38: Wie gestaltig die gesamte Umgebung Wenn ich den gesamten Tag den Rollo im Zimmer unten habe und das vom ersten Tag des Aufenthalts ist es super schwer für den Patienten, den Tag nach Drhythmus wahrzunehmen.

00:26:47: Wie auch weil Geräusche sind auf der Intensivstation immer Licht am Flur ist auf die Intensifstation immer an eben diese ganzen kleinen Faktoren zwischen den Zahlen.

00:26:56: wir hatten zum Beispiel bei einem frühen Aufbau der Intensive Station den Glasmüll vom Geräusche, also von der akustischen Wahrnehmung her auf dem Flur draußen.

00:27:05: Und wir hatten immer wieder Patienten die dann gefragt haben ob sie auch im Wertstoffhof sind?

00:27:09: Also im Rahmen ihres Deliers oder ob der Glas Container draußen ist es doch nachts.

00:27:12: warum wird der Glas container jetzt gelädt?

00:27:14: Das sind einfach solche kleinen Dinge wo man auch von der Grundorganisation so eine Abteilung drauf achten muss wie gestalt ich die Räumlichkeiten, wie räumig was ein und wie organisiere ich mich um den Patienten da ein bestmögliches Umfeld zu bieten.

00:27:28: Was ich immer wieder merke ist dass die äußere Ordnung für ganz viel innere Ordnung sorgen kann bei den Patienten.

00:27:35: Also wie sieht es um mich herum aus?

00:27:37: Reflektiert ganz gut, wie's möglicherweise dann auch in mir aussieht und wie schnell meine Genesung voranschreiten kann.

00:27:43: Ja definitiv also gerade auf dem Punkt Delir gesehen ist das der ganz viel wahres an der Aussage

00:27:49: Im Delir isst also ganz viel Hilfe möglich von professioneller Seite aber eben auch von angehörigen Seite.

00:27:55: Das ist etwas was ich definitiv aus dieser Podcast Folge mitnehmen kann.

00:27:58: Dankeschön!

00:27:59: Für das Gespräch und für das, was wir heute lernen durften.

00:28:03: Ja vielen Dank dass ich hier sein durfte und dass wir über dieses doch wirklich große Thema so ausführlich gesprochen haben.