Männergesundheit

Shownotes

Bei Frauen hat die regelmäßige Vorsorge beim Gynäkologen oft einen festen Platz im Kalender. Doch wie sieht es bei den Männern aus? Wie häufig gehen sie zur Vorsorge zum Urologen und wie bewusst ist ihnen das Thema „Männergesundheit“ überhaupt?

In dieser Folge unserer Podcast-Serie sprechen wir mit Prof. Dr. Tilman Kälble, Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Klinikum Fulda. Warum kann die regelmäßige Vorsorge Leben retten? Welche urologischen Erkrankungen treten beim Mann besonders häufig auf? Und wie kann man(n) ihnen mit einem gesunden Lebensstil vorbeugen? – diese und weitere Fragen beantwortet der Experte im Gespräch. Weitere Informationen finden Sie unter: https://klinikum-fulda.de/medizin-pflege/urologie-und-kinderurologie/

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00:00:00: Bei den meisten Frauen hat die regelmäßige Vorsorge beim Gynäkologen einen festen Platz im Kalender.

00:00:06: Doch wie sieht es bei den Männern aus?

00:00:08: Männergesundheit ist ein Thema, das schnell ins Abseits gerät – dabei ist Vorsorge auch für sie von großer Bedeutung!

00:00:14: Warum Männer früher öfter und vielleicht auch mutiger zur Vorsorge gehen sollten.

00:00:20: Darüber sprechen wir in dieser Podcastfolge mit Professor Dr.

00:00:23: Thiemann Kehble, er ist Direktor der Klinik für Urologie- und Kinderurologie am Klinikum Fulda.

00:00:28: Herzlich willkommen Herr Prof.

00:00:29: Dr.

00:00:32: Dr.

00:00:33: Keble, warum tun Männer sich mit Vorsorge oftmals schwerer als Frauen?

00:00:38: Worin liegen vielleicht die Gründe verankert?

00:00:40: Da gibt es vielleicht den Gedanken von schwächer Stärke und Verwundbarkeit.

00:00:44: Im Prinzip schwer nachzuvollziehen.

00:00:46: Warum so ist?

00:00:47: sie haben völlig rechtes Gehen nur etwa fünfzehn Prozent aller Männer zur Vorsorge.

00:00:51: Fünfzehn prozent.

00:00:52: bei Frauen ist das halt so dass sie schon wenn Sie sich dann beginnen für die Männer zu interessieren ja schon zum Frauenarzt gehen wegen Verhütung.

00:01:00: Dann bekommen sie irgendwie Ende zum Frauenarzt und bei Männern fällt das alles schon mal weg.

00:01:10: Das Zweite ist, da haben sie vielleicht recht erziehungsmäßig.

00:01:15: Männer das starke Geschlecht, in Wirklichkeit sind wir ja das schwache Geschlech.

00:01:18: Wir sterben früher, wir sind in der Schule schlechter und so weiter als.

00:01:22: im Prinzip müsste sich das ändern und für uns Urologen ist es schwer nachvollziehbar.

00:01:28: Das Prostakatzenum zum Beispiel da kommen wir sicherlich noch drauf zu sprechen könnte ich mir vorstellen Ist der häufigste bösartige Tumor des Mannes Und rechtzeitig diagnostiziert kann man das praktisch immer heilen und dem fortgeschrittenen Stadium nicht.

00:01:40: und trotzdem gehen die Männer nicht zur Vorsorge.

00:01:42: Da müsste die Angst ja eigentlich groß genug sein, oder?

00:01:45: Und der Wunsch auch davor Sorge zu

00:01:47: treffen.

00:01:48: Ja... Sie bilden sicherlich auch die Medien ein bisschen eine Rolle, weil sie haben sicherlich schon mitbekommen dass der PSA-Wert für das Bossekarzinom eigentlich der wichtigste Früherkennungsmarker ist.

00:02:00: Nach wie vor nicht bezahlt wird von den Kassen und immer wieder geistert noch der Professor Hacketal durch die Gegend, der gesagt hat wenn du in Urologen siehst mit dem Fingerrenne so schnell du kannst, denn er macht durch die Untersuchung aus dem Haustier einen Raubtierkrebs völliger Quatsch.

00:02:16: Trotzdem sind das immer noch Dinge, die die Männer sagen.

00:02:19: Ich brauche gar nicht zur Vorsorge.

00:02:20: Ich habe gelesen, dass Prostakationum sowieso nicht gefährlich ist.

00:02:24: Deswegen wird auch der PSI-Wert gar nicht bezahlt.

00:02:26: Das sind Fernsehsendungen, wo dann Männer interviewt werden, die nach einer Prosta der Operation Probleme haben, das Wasser zu halten ... Das wird auch ein bisschen getrickert, sodass die Männer zum Teil sagen, nee da brauche ich keine zur Vorsorge oder gehe lieber nicht.

00:02:42: Welche gesundheitlichen

00:02:43: Themen oder das eine haben Sie schon genannt?

00:02:45: Sehen sie denn aber auch in Ihrer Klinik und an Ihrer Arbeit am häufigsten?

00:02:49: Also der häufigste.

00:02:50: einer der häufigsten Erkrankungen in der Urlogie sind die Steine Gehört überhaupt die Nierensteine Handleitersteine zu den zehn häufigsten Aufnahme-Diagnosen aller Krankheiten überhaupt, die der Mensch so haben kann.

00:03:03: also Stein ist ganz wichtig.

00:03:05: Handwerksinfekte Bei Mann und Frau.

00:03:08: Thema Inkontinenz, bei der Frau ist auch so ein Tabuthema wo Frauen meinen wenn sie siebzig Jahre alt sind und verlieren Orin dann ist das halt Gott gewollt.

00:03:16: Das ist aber absolut therapierbar, gehen dann teilweise nicht mehr aus dem Haus.

00:03:21: Und dann die Karzinome.

00:03:22: Blutimorin ist ein ganz großes Thema, oft das erste Symptom, dass ein Blasentum beispielsweise vorliegt und dann aber halt auch diese typische Männererkrankung.

00:03:31: er muss häufiger, er muss nachts häufiger es treufelt nachher hat das Gefühl die Blase wird nicht mehr richtig leer also Zeichen einer gutartigen Brosse der Vergrößerungen, die ihm übrigens jeder Mann bekommt.

00:03:41: Bei welchen

00:03:42: Symptomen bei welchen Anzeichen sollten beim Mann alle Alarmglocken losgehen?

00:03:48: Also beim jungen Mann In irgendeiner Weise ein größer gewordener, höchreicher, an einer Stelle härterer Hoden.

00:03:55: Also einen auffälliger Hodent-Selbsttast befunden.

00:03:59: Dann unbedingt bei Blutimurin vor allem wenn es nicht wehtut.

00:04:06: Beim Prostakarzinom gibt es leider keine Frühsymptome.

00:04:10: deswegen ist es so wichtig diese PSA gestützte Früherkennungsuntersuchung zu machen und da eben dann zum Urologen zu gehen aber zB Alle Auffälligkeiten beim Wasser lassen, wenn man plötzlich das Gefühl hat Mensch es läuft nicht mehr richtig.

00:04:22: Ich habe das Gefühl die Blase wird nicht leer.

00:04:24: ich muss nachts drei vier mal raus dass man einfach das abklären lässt.

00:04:29: Denn dabei kann eben auch ein Brosterkarzinom detektiert werden.

00:04:32: und wenn sich die Blasen zum Beispiel durch eine gutartige Vergrößerung immer mehr ausleiert, weil sie nie leer wird dann haben wir Patienten manchmal mit einer halben zwei Litern in der Blase kommen.

00:04:43: Sie bekommen die Blase auch wenn die Prostata dann beseitigt ist, nie wieder leer.

00:04:47: Das ist wie wenn ein Hosengummi ausgelayert ist.

00:04:50: also da müssen sie zum Arzt gehen und was vielleicht auch ein wichtiger Hinweis ist weil es eben keine Frühsymptome macht der Nierentumor ist fast immer ein sonografischer Zufall befunden Und wenn man aus irgendeinem anderen Grund einmal pro Jahr an Ultraschall machen lässt Neunzig Prozent der Nieren-Tumoren die wir operieren sind Zufallsbefunde und die haben fast die gleiche Prognose als wenn's kein Tumor gewesen wäre als ich angefangen habe mit Medizin, da gab es noch nicht so viel Ultraschall.

00:05:16: Da haben wir noch gelernt dass der Nierentumor fast immer unheilbar ist weil er dann Beschwerden gemacht hat wenn er von hinter dem Bauchraum Richtung Bauchrahmen einwächst und dann ist das zu spät und das kann man eben durch den Ultraschlag völlig schmerzfrei rechtzeitig feststellen.

00:05:33: Gerade das Alter spielt ja, glaube ich auch eine sehr entscheidende Rolle.

00:05:36: Auch für die Männer selbst?

00:05:38: Für Frauen wiederum ist das ja meist klar mit der ersten Periode.

00:05:41: spätestens kommt oftmals ihr erste Besuch.

00:05:43: beim Frauenarzt haben sie eben auch schon gesagt.

00:05:45: aber wann sollte denn ein Mann jetzt gehen wir noch mal auf das alter das erste Mal zu einer örologischen Vorsorge gehen?

00:05:50: und warum?

00:05:52: Zunächst einmal ist zum Beispiel der Hoden-Tumor, der häufigste böse Artige Tumor des Mannes bis zu fünfunddreißig.

00:05:58: Das heißt da empfiehlt man eigentlich dass die Männer sich ein bis zwei Mal im Jahr einfach selbst untersuchen.

00:06:03: Das ist ja gut zugänglich das Organ und dann kann man einfach tasten wenn eine Verhärtung oder eine Unregelmäßigkeit da ist zum Arzt gehen.

00:06:10: Wenn man da unsicher ist kann auch zum Orologen gehen.

00:06:13: Ansonsten ist es so das man empfiehlt, dass man ab fünfundvierzig zum ersten mal zum Urologen gehen soll.

00:06:21: Also wenn in der Familie also Vater Bruder Onkel ein Prostekarzinom vorkommt dann empfielt man ab dem vierzigsten Lebensjahr schon mit der Vorsorge zu beginnen ansonsten ab dem fünfundvierzigsten.

00:06:33: Man hat ja gerade das Gefühl, dass viele vielleicht auch aus einem anderen Grund nicht gehen.

00:06:36: Zum einen natürlich, wenn man immer sagt ab forty-fünf oder das sind alles Alterserkrankungen.

00:06:41: Viele haben vielleicht aber auch Respekt oder Scham vor der Untersuchung?

00:06:46: Was sagen Sie um solche Tabus, solche Sorgen möglicherweise aufzulösen?

00:06:51: Also ich weiß gar nicht ob es Scham ist.

00:06:54: Das glaube ich eigentlich gar nichts.

00:06:56: Es gibt überhaupt keinen Grund Scham besetzt zu sein.

00:06:59: Ja man macht Ultraschall Und die Untersuchung, die viel befürchtete Untersuche mit dem Finger.

00:07:08: Mein Gott das dauert dreißig Sekunden!

00:07:11: Also es ist einfach eine ganz harmlose Geschichte.

00:07:14: wenn Sie zu uns zur Vorsorgeuntersuchung gehen sprechen wir mit ihnen dann kriegen sie Blut abgenommen und sie geben Urin ab.

00:07:20: Wir machen Ultraschall und das war's schon.

00:07:22: Im neuen Jahr beginnt ja auch oft das Thema mit den Vorsätzen Ab diesem Jahr kümmere ich mich besser um meine Gesundheit.

00:07:29: Haben Sie vielleicht einen Tipp, wie beginnt der Mann von heute sich im neuen Jahr um seine Gesundheit zu können?

00:07:35: Also der muss natürlich unbedingt ein Termin beim Urlauben ausmachen ist er völlig klar.

00:07:39: Aber dann gibt es natürlich auch noch andere wichtige Körperteile bei Mann als da wären kardiovaskuläre Geschichten.

00:07:46: Sie wissen dass die häufigste Todesursache ist kardievaskulär und das sind die Männer leider auch viel häufiger betroffen als Frauen weil die Frauen ja durch ihr Oestrogen geschützt sind und auch vielleicht sich ein bisschen anders ernähren.

00:07:59: Es ist auf alle Fälle wichtig für Bewegung zu sorgen, Sport zu treiben.

00:08:03: Und ich denke dass man ab einem gewissen Alter auch mal beim Haushalts-Internist-Kartiologen Belastungs-EKG in solche Dinge macht und das auch regelmäßig macht um eventuell kardivaskuläre Probleme auszuschließen.

00:08:20: Blutabnahme hohe Fettwerte, Blutdruck-Einstellungen.

00:08:24: Also diese banalen Dinge sind einfach wichtig und das sollte man ab dem Bösenalter machen.

00:08:28: Der gesunde Lebensstil der sich ja eigentlich sowieso... empfiehlt, wenn wir ein langes Leben führen wollen.

00:08:33: So sieht es aus!

00:08:34: Ich meine das Leben muss natürlich auch Spaß machen ist klar.

00:08:37: aber trotzdem diese Untersuchungen sind ja banal und nicht schmerzhaft tun ich weh und da sollte man schon tun.

00:08:44: Welche Rolle würden Sie sagen spielt auch bei der Sensibilisierung für die Männergesundheit?

00:08:49: in dem Fall nochmal konkret?

00:08:50: Das Umfeld.

00:08:51: was kann ich, wenn ich im Umfeld eines Mannes bin der vielleicht sagt ach ich muss dann noch nicht hin Was kann ich sagen, was kann?

00:09:02: Also ich stelle immer fest, dass bei mir in der Sprechstunde, in der Schmunzlig immer das verbalisiere ich dann oft auch.

00:09:07: Ich würde mal sagen mindestens achtzig Prozent aller Männer kommen mit ihren Frauen und ich würd' mal sagen maximal zwanzig Prozent der Frauen kommen mit ihrem Mann.

00:09:17: Das heißt...das sagt ja schon viel aus ne?

00:09:20: Und die Frauen schicken oft ihre Männer zur Vorsorge und so.

00:09:24: Also sind wir da schon ein bisschen der Motor dahinter?

00:09:26: Absolut!

00:09:27: Drum leben ja gibt der Statistik verheiratete Männer Leben länger.

00:09:31: Das hat wohl seine Gründe.

00:09:33: Wie es mit verheirateten Frauen ist, weiß ich nicht!

00:09:36: Das lassen wir jetzt mal offen.

00:09:38: Transparenz ist da glaube ich auch ein ganz großes Thema in unserer Gesellschaft.

00:09:41: Also die Frauen hatte sich ja schonmal angeschnitten werden ja viel früher an das Thema ihrer persönlichen Frau, Frauengesundheit sagen wir es mal herangeführt.

00:09:52: in unserer Gesellschaft mit der Männergesundheit nicht so transparent?

00:09:55: Oder was denken Sie, kann da auch unsere Gesellschaft

00:09:57: noch tun.

00:09:58: Also ich glaube das kann... Es gibt Länder, da ist es auch schon ein Schulfach.

00:10:02: also zum Thema dem Themen im Biologieunterricht.

00:10:06: Warum so modern?

00:10:07: Ich weiß es nicht, wie der moderne Biologieunterricht aussieht.

00:10:09: Aber wir hatten jedenfalls da überhaupt keinerlei Hinweise drauf.

00:10:13: aber die Zusammenhang fettwertige Festverkalkung hoher Blutdruck, adipositas Diabetes all diese Dinge die jetzt zusammenhängen damals darauf hinzuweisen das wäre schon schon sinnvoll.

00:10:26: auch das Thema Sport beispielsweise etwas höher aufzuhängen.

00:10:32: In England haben die sechs Stunden Sport in der Woche.

00:10:35: Das müssen sie machen, drei verschiedene Sportarten pro Jahr.

00:10:38: In Deutschland haben sie jetzt die Bundesjugenspiele abgeschafft.

00:10:41: mit der Begründung das könnte denenjenigen, die nicht vorne dabei sind negativ zu Rate kommen ist für mich völlig der falsche Weg.

00:10:51: Sie haben einen guten Zeitfaktor eigentlich gerade genannt.

00:10:54: Kann man jetzt höher einschätzen, kann man jetzt niedriger einschetzen?

00:10:57: Aber was denken sie?

00:10:58: wie viel Zeit sollte der Mann von heute im Durchschnitt in seine Gesundheit investieren?

00:11:04: Das ist eine schwere Frage muss ich jetzt rechnen.

00:11:06: ja also wenn er so zwei drei Mal pro Woche eine halbe Stunde sich bewegt Sport macht das wäre schon mal gut.

00:11:13: und dann würde ich fest in Kalender eintragen einmal im Jahr zum Urologen, einmal im jahr zum Internist mit den Untersuchungen die wir gerade besprochen haben.

00:11:22: Fachärzte sind da das Thema.

00:11:24: Da gibt es ja dann manchmal auch die Problematik mit den Terminen, wenn man mit Doppel-N auf einen Fach als Termin maten muss.

00:11:32: Das schwindet womöglich die Motivation dann noch mehr oder?

00:11:35: Das kann schon sein!

00:11:36: Das ist jetzt ein Thema, dass ich nicht unmittelbar beeinflussen kann.

00:11:40: aber wenn ich zum Beispiel im Januar für Jannuar XXVI in Terminen ausmache, dann klappt das.

00:11:47: Welches Leistungsspektrum bietet denn das Klinikum Fulda-Inbezug auf Männergesundheit, damit wir auch vielleicht einen konkreten Ansprechpartner

00:11:54: haben?

00:11:55: Also im Prinzip des ganzen Spektrums natürlich.

00:11:57: Wir haben sämtliche Fachdisziplinen die es gibt in der Urologie.

00:12:01: Das was wir schon besprochen hatten Ultraschallaborurin und so weiter sofort.

00:12:06: Und dann in der inneren Medizin Belastungs-EKG, Herzecho.

00:12:10: Vierundzwanzig Stunden Blutdruck.

00:12:12: Langzeit EKG all diese Dinge.

00:12:14: Diabetes Sprechstunde wenn einer da diesbezüglich Probleme hat und wichtig ist für mich immer dass der Patient einen kümmerer als Arzt hat.

00:12:25: das ist so ein bisschen etwas was ich kritisiere.

00:12:27: bei manchen geht ein bisschen verloren.

00:12:30: Der Patient muss einen haben, der an die Hand nimmt und sagt du gehst jetzt zum Internisten.

00:12:34: Du hast erhöhte Fettwerte, das habe ich heute zufällig bestimmt.

00:12:37: Gehen Sie mal bitte zum Internistin.

00:12:42: oder auch

00:12:42: z.B.,

00:12:43: was wir noch gar nicht besprochen haben, des Thema Darmtumorvorsäuge, dass man ab dem fünftigsten Lebensjahr eine Koloskopie, eine Darmspiegelung macht.

00:12:52: Das sind alles so Dinge.

00:12:53: und da kommt aber wieder das Thema guter Hausarzt der einfach so ein Patient an die Hand nimmt, kommt zur Sprache.

00:13:00: Wenn nicht alle Patienten machen es von sich aus?

00:13:02: Gerade Krebserkrankungen haben Sie jetzt auch noch mal genannt.

00:13:05: das ist natürlich die große Angst vieler.

00:13:09: wenn ich nicht gehe dann weiß ich's vielleicht auch nicht.

00:13:12: Sagen übrigens manche, ne?

00:13:13: Ich geh' nicht zum Arzt, ich hab Angst gehabt komm was raus!

00:13:15: Oh je.

00:13:16: und dann kommt's raus und dann ist es ja doppelt so schlimm.

00:13:19: Also welche Rolle spielen denn solche Erkrankungen auch gerade in Ihrem Feld?

00:13:23: Wir hatten schon das Brostekarzinom angesprochen, ist der häufigste mit Abstand bösartige Tumor des Mannes allerdings nur die drithäufigste Todesursache.

00:13:33: Man geht davon aus dass etwa vierzig Prozent aller Männer das Risiko in sich tragen in ihrem Leben ein Brustekarcinom zu bekommen.

00:13:40: Vierzig Prozent aber nur zehn Prozent davon werden symptomatisch und nur drei Prozent sterben daran.

00:13:49: Das ist das Problem bei Brostekarzinom, weswegen auch der PSA-Wert im Moment nicht bezahlt wird.

00:13:55: Weil der GBA, dieser mächtige Ausschuss, der festlegt was in der Medizin bezahlt werden, sagt dass die Männer, die man durch Screening heilt und die Männer die man mit ihrer Lebensqualität beeinträchtigt, also Wasser halten, Impotenz, dass sich das die Waage hält aus orologischer Sicht eine verheerende Tatsache wo wir Orologen schon seit Jahren dagegen kämpfen.

00:14:19: Man hat den Eindruck so langsam auch mit Erfolg, aber das ist ein Problem.

00:14:22: Dann zum Beispiel Blasenkarzinom ist der vierthäufigste Tumor des Mannes.

00:14:27: Das Nierzeikarzinom, das sechs oder siebthäuwigste TUMOR des Manns.

00:14:31: und wo man beim Prostekarzinon weiß dass das Auch wenn man nichts macht nach zehn Jahren, die Männer immer noch leben.

00:14:39: Allerdings haben sie, wenn man nix macht, dann häufig Metastasen sterben erst nach fünfzehn Jahren daran.

00:14:45: Blasenkarsinom ist verhältnismäßig aggressiv und wenn man das zu spät entdeckt, ist man meistens schlecht dran.

00:14:52: Das heißt ich habe dann einfach auch keine Zeit noch zu reagieren oftmals?

00:14:57: Also wenn jemand zum ersten Mal Blutimorin hat und geht dann zum Urologen, ist die Chance dass man einen Blasentumor in einem kurablen Stadium entdeckt hoch.

00:15:05: Aber z.B.

00:15:06: Frauen haben eine schlechtere Prognose beim Blasenkarzinom weil sie wenn sie Blutemorinen haben gehen sie als erstes zum Gynäkologen.

00:15:14: Es gibt keine Gynäkologen zu eintreten, aber die geben dann so und so oft erst mal einen Antibiotikum und sagen es ist ein Harnwegsinfekt.

00:15:22: Dabei ist eine schmerzlose Makrohematurie also Schmerzlos Blutimurin fast nie in der Infektion sondern das tut weh.

00:15:30: Ich muss also sehr aufmerksam sein, als Mann oder als Frau ganz egal.

00:15:34: Die regelmäßige Vorsorge wie Sie schon gesagt haben bietet sich an.

00:15:37: Haben sie aus ihrem Arbeitsalltag?

00:15:39: Sie lieben ihren Beruf das merkt man.

00:15:42: Sie sensibilisieren gerne für das Thema Männergesundheit.

00:15:45: Haben Sie eine Anekdote irgendwas was Ihnen im Kopf geblieben ist, was Sie vielleicht auch unseren Zuhörern mitgeben

00:15:50: möchten?

00:15:51: Also jetzt weniger Anekdote bei Männern als vielmehr bei Frauen, aber das gehört jetzt sicher her.

00:15:56: Ich erinnere mich an die Patientin, da war so eine Fernsehsendung und es waren alte Dame ... ältere Dame ist sehr kräftig, die vorher ganz offen gezeigt hat mit Kölner rein in diesem Dialekt was sie alles für Vorlagen ihre Handtasche hat.

00:16:12: Und dann habe ich sie operiert, kleine Eingriffe Kontinent.

00:16:16: und dann hat sie mir gesagt, ich könnt Sie küssen.

00:16:19: Ich schick Ihnen jetzt alle dicken Frauen die in die Hose machen.

00:16:21: Das ist so eine Sache, die ganz nett sind aber es hatte nichts mit den Männern zu tun.

00:16:26: Bei Männern ist das nicht so lustig weil die meisten schon nicht so Vorsorge gehen.

00:16:32: Aber die sind einfach dann doch auch erleichtert wenn sie dann operiert worden sind können das Wasser wieder halten und so.

00:16:38: Wenn jemand kommt mit der Nierenkoholik ist es auch nicht so Lustig.

00:16:41: Es tut ziemlich weh und sind einfach froh, wenn es rum ist.

00:16:45: Und sagen wir mal banal Männer die schlecht Wasser lassen können weil die Bosse da gutartig vergrößert ist.

00:16:51: Wenn man die endoskopisch operiert gehen die nach drei Tagen nach Hause und sagen fast immer warum habe ich's nicht früher gemacht?

00:16:58: Sie haben eben schon auch... Wir sind ein bisschen in dem politischen Bereich auch schon gegangen, wenn sie heute einen Wunsch äußern können Zum einen an die Politik, vielleicht aber auch an unsere Podcast-Hörerschaft oder speziell die Männer.

00:17:14: Was würden Sie sich wünschen?

00:17:18: Also das Thema Aufklärung, Prävention ist wie wir besprochen haben müsste einfach früher anfangen.

00:17:27: was ich mir politisch wünscht würde wie alle die im Krankenhaus tätig sehen ist dass diese Ökonomisierung in der Medizin endlich mal aufhört.

00:17:33: es geht ja nur noch um Fallzahlen, Liegezeit Welche Patienten müssen möglichst rasch wieder raus und auch die Tatsache, dass dann im Krankenhaus teilweise Leistungen so schlecht bezahlt sind.

00:17:46: Dass eigentlich ein Krankenhaus defizitär teilweise bei bestimmten Leistungen übrig bleibt Das muss sich unbedingt ändern, dass der Patient wieder im Vordergrund steht.

00:17:57: Alle sagen, der Patient muss im vordergrund stehen.

00:17:59: Im Prinzip ist mittlerweile fast die Ökonomie, die im Vordern steht und zwar jetzt nicht als Kritik an den Krankenhausverwaltungen sondern als Kritiko an der Politik.

00:18:09: Ich meine, wenn Sie gedeckte Budgets haben, dass es für eine bestimmte Leistung nur einen bestimmten Betrag gibt.

00:18:17: Der aber gar nicht mehr kostendeckend ist.

00:18:19: Dann haben sie alle paar Jahre Lohnsteigerungen, aber die Leistung wird nicht anders vergütet.

00:18:24: dann bleibt nichts anderes übrig als das Personal zu reduzieren bis an die Grenzen des Nicht-Wir-Verantwortbaren und der Leitdrahen ist ein Patient.

00:18:33: Herr Prof.

00:18:34: Dr.

00:18:34: Keble, vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für

00:18:36: Sie!

00:18:36: Sehr gerne.