Alltag, Herausforderungen und echte Geschichten der Zentralen Notaufnahme am Klinikum Fulda

Shownotes

Wer in die Zentrale Notaufnahme am Klinikum Fulda kommt, befindet sich meist in einer Notsituation. Ob schwerwiegende Verletzung oder plötzliche, extreme Schmerzen – die Gründe für einen Besuch in der Notaufnahme sind vielfältig und das Team dort ist tagtäglich, rund um die Uhr für die Patienten im Einsatz.

In dieser Podcast-Folge sprechen Tim Muth, Administrativer Leiter der Zentralen Notaufnahme, und sein Kollege Dittmar Happel, Manager der Zentralen Notaufnahme, über ihren Arbeitsalltag und seine Herausforderungen. Sie erklären unter anderem, wie die sog. Triage funktioniert, welche Aufgaben ein „Notfallkoordinator“ hat und bei welchen Symptomen Patienten zum Hausarzt, statt in die Notaufnahme gehen sollten.

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00:00:00: Wer zu Ihnen kommt, befindet sich oftmals in einer Notsituation.

00:00:04: Im Ausnahmezustand!

00:00:05: Das Team der Zentralnotaufnahme im Klinikum Fulda ist tagtäglich – vierundzwanzig Stunden im Einsatz für seine Patienten.

00:00:11: Heute begrüßen wir Tim Muth, er isst administrativer Leiter der zentralen Notaufnahme und Dittmar Happel, Manager der zentalen notaufnahme.

00:00:19: Sie geben uns einen Einblick wie der Arbeitsalltag in der z entralen not aufnahme aussieht.

00:00:24: Herzlich Willkommen Herr Muth & Herr Happe.

00:00:26: Hallo Vielen Dank für die Einladung.

00:00:28: Schön dass sie bei uns sind.

00:00:30: Gleich mal zur Einleitung, wann bin ich denn bei Ihnen in der zentralen Notaufnahme als Patient oder Patientin richtig?

00:00:37: Also um es ganz einfach auf den Punkt zu bringen wenn Sie plötzlich Herzschmerzen verspüren.

00:00:43: Wenn sie ganz plötzlich keine Luft mehr bekommen.

00:00:47: Wenn Sie gestürzt sind und stellen fest das eines Ihrer Körperteile eine falsche Stellung hat, wenn sie stark bluten.

00:00:59: Tim was fällt dir dazu noch ein?

00:01:00: Zumindest wenn man stark blutet soll es bei den Notaufnahmen schon mal aufsuchen.

00:01:05: Man

00:01:06: muss unterscheiden können zwischen wann reicht ein Heflaster und wann begebe ich mich mit Rettungsdienst oder mit Angehörigen wie auch immer in die Notaufnahme.

00:01:17: Wenn Patienten dann den Weg zu ihnen in die Notaufnahme gefunden haben, wie geht es dann weiter?

00:01:22: Wie läuft die Aufnahme eines Patienten ab?

00:01:24: im Grunde vom Eintreffen bis zur letztlichen Behandlung.

00:01:28: Der Patient kommt zu Fuß oder mit dem Rettungswagen in die notaufnahme.

00:01:32: danach wird er in den System erfasst und Als nächstes geht den Weg zu dem Notfallkoordinator.

00:01:40: Die

00:01:40: Notfall-Koordinatoren schätzen dann den Erstzustand des Patienten ein, bzw.

00:01:46: sie dokumentieren die Dringlichkeit der Behandlung

00:01:49: und danach wird der Patient direkt nach Dringlichkeit auf einem Behandlungsplatz einen Arzt vorgestellt oder er geht ins Wartezimmer und hat erst mal Wartezeit auf den Arzt.

00:02:01: Sie haben beide schon den Notfallkoordinator genannt, der scheint hier eine ganz zentrale Rolle in der Notaufnahme zu spielen.

00:02:06: Wie würden sie diesen Beruf nochmal ganz runtergebrochen?

00:02:09: Jemandem erklären, der noch nie in einer Notaufname war, noch nie mit einem Notfallkohordinator zu tun hatte.

00:02:15: Stellen Sie sich einen Polizisten auf die Kreuzung vor, der den Verkehr regeln sollte!

00:02:23: Genau das macht der Koordinator in der Notaufnahme.

00:02:25: Der Koordinatoren hat die Funktion zum einen, was ich eben schon sagte, die Dringlichkeit der Behandlung festzulegen und gleichzeitig logistisch festzulägen welchen nächsten Schritt für den Patienten notwendig gehalten wird um die Behandlungen so schnell wie möglich beginnen zu können.

00:02:43: Und wenn die Be Handlung dann begonnen ist leidet er dann quasi auch noch in die Wege auf welcher Station der Patient kommt oder Wie es weitergeht im Haus dann?

00:02:53: Also letztendlich ist das die Koordination des Drehkreuz fürs Krankenhaus.

00:02:59: Der Patient geht, wie Tim eben schon sagte entweder nach der Behandlung wird er stationär aufgenommen oder er kann wenn es nicht so erheblich gewesen ist die Verletzung oder die Erkrankung wieder nach Hause entlassen werden.

00:03:15: Gerade bei dieser Figur, das Notfallkoordinator sage ich mal hat das Klinikum voll da auch Pionierarbeit geleistet.

00:03:22: Das

00:03:22: ist richtig!

00:03:24: Die Position in Fulda hat seit dem Jahr zwei Tausend Sieben besetzt und wir waren damals die Ersten in Deutschland, die eine Koordination eingeführt haben.

00:03:34: Feder Führend war damals Professor Grießt der heute der ärztliche Leiter am Universitätsklinikum Leipzig ist und meine Wenigkeit hat damals die Koordination eingeführten.

00:03:46: im Fulder

00:03:47: Kommen Sie morgens in der Notaufnahme an zu Ihrem Dienst oder später?

00:03:51: Sie sind ja vierundzwanzig Stunden im Einsatz.

00:03:53: Was erwartet sie bei Dienstaufnahme als erstes, vor allem auch als Notfallkoordinator?

00:03:57: Der Notfall Koordinator, wenn er beginnt, erwartet er meistens eine recht volle Notaufnahmen.

00:04:02: Er muss schon logistisch überlegen wie er die ankommenden Rettungsdienste oder Patienten dann noch auf dem Behandlungsplatz unterbekommt, wie vielleicht der Abfluss einfach auf Station gewährleistet ist und einfach schaut dass der Ablauf funktioniert.

00:04:17: Notaufnahme ist letztendlich planbar, es ist jeder Tag birgt neue Überraschungen Und jeder Tag ist letztendlich anders als der vorhergehende oder der folgetag.

00:04:31: Aber letztendlig ist durch bestimmte Tools, wie zum Beispiel das erste Anschätzungstool oder ein Steuerungstool für die Rettungsdienste, die auf das Klinikum zufahren so eingerichtet dass wir Tagesabläufe planen können um die Patienten schnellstmöglich der Behandlung zuzuführen.

00:04:51: Zu solcher Planbarkeit gehören natürlich auch die Zahlen.

00:04:53: Können Sie ungefähr sagen, wie viele Patientinnen und Patienten am Tag zu Ihnen kommen?

00:04:58: Vielleicht doch im Jahr vielleicht auch im Wandel der Zeit?

00:05:02: Ja das hat schon.

00:05:02: man muss schon sagen es hat dramatische Formen angenommen.

00:05:05: ich darf meine Zahl nennen aus dem jahr zwanzig vierundzwanzig.

00:05:09: da hatten wir insgesamt zweiundvierzichttausend Patienten.

00:05:13: mit Abschluss des vergangenen Jahres liegen lagen bei sechzigtausenden Patienten.

00:05:19: Im Tagesschnitt liegen wir von Hundertfünben, sechzig bis zu über zweihundert Patienten.

00:05:24: Und bei dieser Masse an Menschen spielt der Begriff oder das Konzept der Triage eine ganz entscheidende Rolle?

00:05:31: Was bedeutet Triage für jemanden, der noch nie damit zu tun hatte?

00:05:34: und was bedeutet es auch in der Praxis genau?

00:05:37: Wie der Tim vorhin schon sagte, Triage bedeutet Dringlichkeit festlegen.

00:05:41: Wann muss ein Patient am schnellsten behandelt werden?

00:05:44: Ich nehme das mal mit der Triage Stufe eins.

00:05:47: Das ist ein lebensbedrohlicher Zustand.

00:05:50: In diesem Fall muss sofort Ein Team zur Verfügung stehen dass den Patienten auf der stelle behandelt.

00:05:57: in der Stufe zwei ist es eigentlich ähnlich wie mit der Stufe eins.

00:06:02: Es muss innerhalb von zehn Minuten, muss ein Team vor Ort sein das dem Patient behandelt.

00:06:07: bei den Stufen drei vier und fünf hat man zeitlich einen Vorteil für den Patienten natürlich gut weil er relativ schnell erkennt.

00:06:18: Gott sei Dank mir geht es nicht so schlecht dass sofort jemand mich behandeln muss und das reicht vom krippalen Infekt bis zur chronischen Erkrankung, wie zum Beispiel eines Leberleidens das sich verschlechtert hat.

00:06:35: Und die Stufe fünf beinhaltet dann tatsächlich nochmal diese ganzen Hausarzt-Patienten mit Hustenschnupfen und

00:06:42: Heiserkeit.".

00:06:43: Es gibt also klare Vorgaben, klare Regelungen was wir einzustufen ist.

00:06:47: aber wie sieht es dann im Alltag in der Praxis tatsächlich aus?

00:06:49: Wie schwer sind solche Triageentscheidungen in ihrem Arbeitsalltag?

00:06:54: Gut, wenn man es beherrscht.

00:06:55: Die Koordinatoren sind alle top ausgebildet dann ist es gar nicht so schwer einen lebensbedrohlichen Zustand zu erkennen.

00:07:02: Ist vielleicht das einfachste.

00:07:04: wenn ich mal eine Zahl nennen darf was wahrscheinlich den Zuhörer überraschend wird die Stufen eins und zwei also lebens bedrohlich bis sehr kritisch machen zehn Prozent insgesamt der gesamten Patienten in der Notaufnahme

00:07:17: aus?

00:07:18: Die meisten Patienten die tatsächlich die Notaufnahmen aufsuchen sind viele Patienten mit vielen Vorherkrankungen oder sie bekommen keinen Termin bei einem Facharzt.

00:07:31: Oder der Hausarzt hat es schon zu und viele wissen, kennen den ärztlichen Bereitschaftsdienst nicht und dementsprechend kommen viele in die Notaufnahme.

00:07:40: aber wie Habel schon gesagt hat, der Koordinator ist tatsächlich so ausgebildet dass sie innerhalb der ersten zehn Minuten dem Patienten schon so einschätzen können damit der Ablauf einfach gewährleistet ist, was sie die Notaufnahme betrifft.

00:07:54: Ob er jetzt lebensbetrôlich ist oder ob es eher so ein Hausarztfall ist?

00:07:59: Aber die Entscheidung wer wann dann tatsächlich an der Reihe ist trifft kann ich mir vorstellen wahrscheinlich nicht immer auf Verständnis bei den Patienten, bei den Angehörigen.

00:08:09: Schmerz und Leid das sind ja sehr individuelle Dinge.

00:08:13: Manchmal nimmt man das stärker wahr als die Skala dass vielleicht tun würde.

00:08:16: Ja das hängt natürlich mit damit zusammen, dass jeder Patient sieht sich in erster Linie mal so, dass er sofort behandelt werden muss.

00:08:27: Deswegen ist das Verständnis im Wartezimmer lässt mit den Stunden des Wartens

00:08:34: nach.".

00:08:35: So was befördert sicherlich auch den Stress und die Aufgabe solche Entscheidungen zu treffen.

00:08:41: Wie gehen Sie mit diesem Stresslevel um?

00:08:43: Wie gleichen sie vielleicht doch ihren beruflichen Stress aus dem Alltag?

00:08:48: Also zunächst einmal bei der Auswahl der Koordinatoren wird größter Wert darauf gelegt, logischerweise auf die fachliche Kompetenz, die vorhanden sein muss.

00:08:58: Logischerweise ist die logistische Kompetence ganz entscheidend.

00:09:03: Er muss alle Abläufe im Haus kennen.

00:09:05: aber jetzt kommt der dritte Punkt, der für mich eigentlich immer der wichtigste war, die Sozialkompetenz.

00:09:11: Die muss ganz ausgeprägt sein und dazu gehört natürlich ein gutes Familienumfeld, ein gutes privates Umfeld und reichlich Ausgleich in der Freizeit wie auch immer die gestaltet werden soll.

00:09:25: Sie haben es gerade schon angesprochen.

00:09:27: Gerade der Notfallkoordinator und die Personen in den zentralen Räumen werden sehr sorgfältig ausgewählt.

00:09:32: Der Rest vom Team natürlich auch davon gehe ich aus.

00:09:35: Wie sieht denn das Team der zentrale Notaufnahme im Klinikum Fulda aus?

00:09:39: Wir sind eigentlich einen sehr gemischtes Team von alt bis jung, von Ausbildungsständen eigentlich unterschiedlich.

00:09:46: Wir haben viele Mitarbeiter die schon sehr lange bei uns sind obwohl der Hubble sagt immer dass die meisten Mitarbeiter immer nur im Durchschnitt glaube ich zwischen drei und fünf Jahre in der Notaufnahme bleiben.

00:09:58: dadurch das wir ein recht großes Team sind mit insgesamt hundert Mitarbeitern haben wir eigentlich eigentlich schon eine sehr gute Mischung.

00:10:06: Der Mix der Berufsgruppe ist auch ganz entscheidend.

00:10:08: also wir haben Natürlich die Ärzte, wir haben Physician Assistance.

00:10:15: Wir haben die Koordinatoren... Das Pflegeteam besteht aus natürlich Krankenpflegekräften, als aus Fachkrankepflegekäften.

00:10:24: Aus medizinischen Fachangestellten, aus Rettungsdienstmitarbeitern.

00:10:29: Ja das dürfte eigentlich so im Groh das Team sein.

00:10:32: und was man nicht vergessen darf sind die für die Logistik-Sorgen, Transportdienste, Reinigungsdiensten ganz entscheidende Faktor weil Hygiene natürlich am ganzen Krankenhaus hoch angesiedelt.

00:10:44: aber All diese Mitarbeiter tragen dazu bei, dass vierundzwanzig Stunden sieben Tage die Woche, dreiundfünfundsechzig Tage im Jahr, die Notaufnahme optimal läuft.

00:10:55: Der Dialog zwischen den Mitarbeitern ist häufig sehr direkt auf den Punkt

00:10:59: gezielt?

00:11:00: Das stimmt aber ich glaube das zählt tatsächlich.

00:11:02: was am Ende dann wieder.

00:11:04: Wenn man am Ende des Tages dann wieder zusammen einen Kaffee trinken kann, ist es dann alles wieder... Nicht

00:11:11: nur Kaffees!

00:11:15: Welche Momente in Ihrem Beruf haben Sie denn, wenn sie mal so zurückdenken?

00:11:19: Vielleicht haben Sie da Beispiele, die Sie besonders berührt und vielleicht auch zum Lachen gebracht haben.

00:11:25: Kleine Anekdoten.

00:11:27: Die Spanne zwischen Drama- und Heiterkeit... ist schon jeden Tag spannend und auch aus meiner Erfahrung eigentlich ganz wichtig, dass man beides verarbeiten muss.

00:11:39: Lustiges vor kurzem war ein Patient der auf der Durchreise und er meinte könnte sich in der Notaufnahme mal kurz durchchecken lassen.

00:11:47: und als er gehört hat wie lang das etwa dauern wird hatte uns mehr oder weniger so richtig schön runtergemacht und gesagt sein Zug geht aber in einer Stunde und den möchte er doch bitte am Hauptbahnhof erreichen.

00:12:00: Aber der Patient der letzten ist noch bei dir, weil er war auch Glasse, der es morgens nicht zum Hausarzt geschafft hat.

00:12:05: Weil er ausschlafen möchte und nachmittags hatte der Hausarz zu.

00:12:09: Der ist dann in die Notaufnahme

00:12:10: gekommen.

00:12:11: Sie haben offensichtlich mit einer Mängel auch teils Gorillafälle

00:12:14: zu tun.

00:12:16: Wie

00:12:16: bleibt man da neutral?

00:12:19: Das stelle ich mir sehr schwierig vor!

00:12:21: Wie es innen aussieht, können sich ja ungefähr vorstellen.

00:12:25: Aber nach außen muss man noch Neutralität wahren.

00:12:27: aber es gibt Situationen wo sie schon sehr direkt den Patienten ansprechen und auch entsprechend, ich sag immer, didaktisch im Gespräch

00:12:35: führen.

00:12:36: Wenn Sie's mal zusammenfassen würden beide jeweils.

00:12:39: was ist für Sie an Ihrem Job die größte Herausforderung?

00:12:43: Was fordert Sie im Alltag immer wieder?

00:12:46: Wo sagen Sie das ist so vielleicht das schwierigste an meinem Job.

00:12:50: Ich glaube, das Schwierigste an dem Job ist einfach dass das Stresslevel einfach hochgehalten ist.

00:12:55: Von Anfang der Schicht bis zum Ende, dass man eigentlich immer hundert Prozent geben muss und dass man keine Verschnaufpause hat.

00:13:02: Ich fahre jeden Montagmorgen zur Arbeit mit einer ganz gewissen Anspannung und frag mich wie wohl die Woche werden wird also mit einer ganzen Portion Demut bis zum heutigen Tag.

00:13:17: Und das, was der Tim gesagt hat.

00:13:18: Das ist wirklich die größte Herausforderung des eigenen Stresslevel so steuern und so runterfahren am Ende des Tages dass sie normales Leben führen können weil Sie müssen so viel über den Tag hin verarbeiten an Eindrücken an Erkrankungen an Schicksalen.

00:13:34: da brauchen sie eine gehörige Portion Resilienz.

00:13:37: und ich sage es ja schon zu Beginn das geht aus meiner Sicht nur über ein harmonisches Umfeld.

00:13:42: Ein harmonisches Umfeld, eine gewisse Stressresistenz.

00:13:45: Was würden Sie jungen Berufsanfängern, jungen Kolleginnen und Kollegen im Bereich der Notfallmedizin mit auf den Weg geben?

00:13:53: Wenn die sich für eine Karriere in diesem Bereich entscheiden.

00:13:57: Ganz wichtig wenn es zu Situationen kommt, die an persönlich nahe gehen, die einen bedrücken Bitte sofort den erfahrenen Kollegen aufsuchen oder eventuell sogar die professionelle Hilfe aufsucht.

00:14:11: Ich habe im Laufe dieser ganzen Jahre schon ganz viele Mitarbeiter gesehen, auch in anderen Häusern.

00:14:17: Das ist meine dritte Station, wobei ich jetzt am Klinikum Fulda bin und daran zerbrochen sind.

00:14:25: Das macht auch ein starkes Team aus.

00:14:31: Dass man die Jungen an die Hand nimmt und vielleicht mit jemandem erfahren, das einfach in den Dienst steckt.

00:14:36: Und dass immer jemand da ist wo man Fragen und Antworten bekommt.

00:14:40: Sie sind tagtäglich für die Menschen da?

00:14:43: Jetzt ist glaube ich Zeit, dass sie sich auch mal etwas wünschen dürfen!

00:14:46: Ich habe noch eine letzte Frage für Sie... Zum Abschluss unseres Gesprächs von den Hörern, von den Menschen die heute zugehört haben.

00:14:54: Von unserer Gesellschaft vielleicht auch von der Politik für ihre Arbeit.

00:14:58: Ich würde mir wünschen wenn die Menschen insgesamt mehr Geduld aufbringen würden und mehr das Bitter einander wieder suchen.

00:15:08: Wir befinden uns gerade in einem Zeitabschnitt wo anscheinend der Egoismus auf dem Vormarsch ist Den Dialog suchen Verständnis für das Gegenüber zeigen.

00:15:19: Ich glaube, es würde uns schon ein ganzes Stück weiterbringen und die Politik würde ich sagen was speziell die Notaufnahmen anbetrifft mal endlich und ehrlich erkennen dass die Finanzierung die jetzige Finanzierung von notaufnahmen so nicht mehr finanzierbar ist.

00:15:38: Ich denke, das Wichtigste ist einfach tatsächlich das Verständnis für die Notaufnahme.

00:15:42: Dass man sich auch mal kritisch hinterfragt ob man jetzt tatsächlich richtig ist.

00:15:47: Viele Patienten nehmen den Weg des geringsten Widerstands und kommen in die notaufnahme weil es einfach ist und immer ein Ansprechpartner da ist.

00:15:57: Der Hausarzt hat vielleicht nur acht Stunden auf.

00:16:00: Dann hat man vielleicht wirklich mal ausgeschlafen und kommt dann abends in die Notaufnahme.

00:16:04: Wichtig ist einfach auch der Dialog, um erkennt oder auch mal sagt wo man hinzugehen hat wenn der Hausarz zu hat zum ärztlichen Nudienst dass wir das einfach nochmal das Verständnis einfach aufbringen kann.

00:16:17: dafür.

00:16:18: Wir starten jetzt ein Pilotprojekt einen sogenannten Symptomchecker Und dann kann man sich quasi von zu Hause aus, sich selbst eine Erstinschätzung durchführen um am Ende einfach ein Ergebnis zu bekommen ob ich jetzt ein Fall für die Notaufnahme bin oder ob ich zum Beispiel zum Hausarzt gehen sollte direkt oder halt erst in zwei Tagen.

00:16:44: Das ist richtig!

00:16:47: Das wäre ein Riesenvorteil.

00:16:49: der Patient kann sich schon von zuhause einschätzen er kann es aber sogar noch im Wartezimmer der Notaufnahme benutzen und direkt dann mit den Koordinatoren Kontakt aufnehmen, um noch einmal auch persönlich seine Symptome beziehungsweise seine Beschwerden mit dem Diensthabenden Koordinator zu besprechen.

00:17:14: Wann brauche ich ein Heflaster?

00:17:16: Und wann muss ich die Notaufnahmen?

00:17:18: Das ist das entscheidende Stichwort!

00:17:22: Da ist die Gesundheitskompetenz gefragt und ich glaube, da ist sehr viel Nachholbedarf.

00:17:29: Herr Muth und Herr Happe vielen Dank für das spannende Gespräch.

00:17:32: weiterhin viel Elan und vor allem starke Nerven für diesen stressigen und wichtigen beeindruckenden Beruf, den Sie da ausüben.

00:17:40: Vielen Dank für die

00:17:41: Einladung!